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Übersicht Oberstufe
Allgemeiner Teil des Lehrplans
Sprechen: a) Erweiterung der sprachlichen Fähigkeiten durch Sprachhandeln in modellhaft ausgewählten und in realen Situationen: Durch Sprechen gemeinsames Lernen und Handeln ermöglichen: Überblick über Problembereiche von allgemeiner Bedeutung gewinnen; Problembewußtsein entwickeln durch Darstellen, Vergleichen und Beurteilen von Sachverhalten anhand von Themen, wie zB Bildungs- und Berufslaufbahn, Arbeitswelt, Interessengruppierung, Vorurteile, Medien, Werbung, Mode, Ernährung und Gesundheit, Beziehungen zwischen den Geschlechtern, Partnerschaft. Interessen aussprechen und Klarheit über verschiedene Interessenlagen erlangen; Interessen vergleichen, gewichten, bewerten und vertreten. Interessensausgleich anstreben: Konflikte zwischen veschiedenen Gesprächspartnern (zB Erwachsene - Jugendliche, Vorgesetzte - Untergebene, Produzenten - Konsumenten) thematisieren und Lösungen suchen. Informieren, erzählen und unterhalten: ZB Sachverhalte darstellen, über die die Schüler im Unterricht und außerhalb des Unterrichtes Erfahrungen gesammelt und Kenntnisse gewonnen haben (fächerübergreifende Thematik); von Erlebnissen, Erfahrungen und Problemen erzählen, die sich in Lern- und Arbeitssituationen ergeben (ua. auch im Hinblick auf die Schul- und Berufslaufbahn). Argumentieren: Gründe für eigene und fremde Meinungen anführen; erläuternde Beispiele geben; Widersprüche aufzeigen; Gegenargumente erwägen und zu entkräften versuchen. Appellieren: ZB Wünsche und Interessen einer Gruppe als deren Sprecher vertreten (auch im Rahmen von Unterrichtsprojekten). Informationen, Argumente und Beispiele beim Appellieren einsetzen. b) Gesprächs-, Sozial- und Sprachverhalten: In verschiedenen Gesprächsformen eigene Meinungen und Handlungen sowie die anderer begründen. Auseinandersetzungen sachlich führen. Gegensätzliche Positionen erkennen und anerkennen. Manipulationen für sich und andere durchschaubar machen. Standardsprache zweckmäßig einsetzen lernen und ihren Gebrauch festigen. c) Rede- und Gesprächsformen: Diskussion und Debatte (auch Leitung eines Gesprächs); Referat; Rollenspiel Schreiben: a) Verfassen von Texten Erzählen/Spielen mit Sprache. Schreiben über sich: Von Erlebnissen und Erfahrungen erzählen; besondere Berücksichtigung der Darstellungsweise (Gliederung, sprachliche Formulierung). Erzählen nach Vorgaben: Kurze Prosatexte umformen. Mit Sprache spielen/Freies Schreiben: ZB mit Sprache experimentieren. Parodieren. Assoziatives Schreiben nach optischen und musikalischen Impulsen. Informieren/Erklären/Argumentieren. Informationen speichern und Inhalte wiedergeben: ZB Stichwortzettel anlegen. Sachtexte exzerpieren und kürzen. Fragenkatalog für Meinungsumfragen und Interviews ausarbeiten. Verlaufs- und Ergebnisprotokolle anlegen (ua. im projektorientierten Unterricht). Den Inhalt dichterischer Texte zusammenfassen und den persönlichen Eindruck darlegen (siehe Lesen und Textbetrachtung). Sachverhalte für sich und andere verständlich erklären (siehe Sprechen): ZB grafische Darstellungen, Skizzen erläutern, einfache Begriffe sowie ursächliche Zusammenhänge und Sachverhalte erklären (ua. im projektorientierten Unterricht). Begründen und Bewerten (siehe Sprechen): ZB Probleme aus dem Erfahrungsbereich der Schüler darstellen. Zu unterschiedlichen Meinungen Stellung beziehen. Begründungen für die eigene Meinung formulieren. Kurztexte mit argumentierender Stellungnahme schreiben. Appellieren: Zu Handlungen auffordern: Mit Argumenten auffordern und werben (zB für persönliche, schulische und außerschulische Anliegen) (siehe Sprechen). Leserbriefe verfassen. Appellative Textsorten aus dem praktischen Schriftverkehr verfassen. ZB Inserate, Bestellungen, Stellengesuche (Bewerbungen), Anträge, Ansuchen, Beschwerden, Reklamationen schreiben b) Übungen zur Textgestaltung Fachausdrücke klären und gezielt verwenden. Die äußere Form und optische Gestaltung von Texten des praktischen Schriftverkehrs berücksichtigen. Informierende, erklärende und argumentierende Texte verständlich gestalten durch Einfachheit: überschaubare Sätze, bekannte Wörter, anschauliche Beispiele; Übersichtlichkeit: geordnete Gedankenfolge, Hervorheben von Wichtigem; Kürze: Beschränkung auf das Wesentliche. c) Rechtschreiben Sicherung des Rechtschreibbewußtseins. Regeln und Rechtschreibhilfen gezielt anwenden. Schreibweise eines Wortes kommentieren (im Sinne des phonematischen, morphematisch-etymologischen und syntaktischen Prinzips - siehe Österreichisches Wörterbuch). Orthographische Sicherung des Wortschatzes. Verschiedene Lernhilfen kombiniert verwenden. Groß- und Kleinschreibung. Besonderheiten von Normalisierungen Schärfung/Dehnung. Wiederholen und Kommentieren der typischen Fälle. Schreibung häufiger Fremdwörter. Abteilen von Wörtern. Getrennt- und Zusammenschreibung. Zusammenfassen der häufigsten Fälle der Zeichensetzung. Im Wörterbuch nachschlagen. Individuelle Rechtschreibschwächen beheben. Selbständige Fehlerkontrolle. Lesen und Textbetrachtung: a) Lesetechniken Die erworbenen Lesetechniken zur raschen Sinnentnahme und zur Sinnvermittlung weiterentwickeln. b) Texte und Textverständnis Dichterische Texte (besonders österreichische Autoren) erleben, erschließen und gelegentlich vortragen. Epische Texte, zB Kurzgeschichten, Anekdoten; Erzählungen, Novellen, Romane (auch Ausschnitte); Inhalt und Form besprechen. Lyrische Texte, unterschiedliche Arten von Gedichten, zB auch Texte von Liedern und Songs, auf Inhalt und Wirkung untersuchen. Dramatische Texte, zB Hörspiele, Szenen und Bühnenstücke lesen, spielen oder durch Theater und Medien kennenlernen (siehe Schreiben). Jugendliteratur: Bücher vorstellen (mit Leseproben), besprechen und dabei Urteilsvermögen entwickeln. Berichtende und beschreibende Texte und ihre Absicht und Wirkung untersuchen, zB Texte über künstlerische und wissenschaftliche Leistungen, wirtschaftliche und politische Fragen, Berufs- und Arbeitswelt, Freizeit, Umweltschutz (mit besonderer Berücksichtigung Österreichs). Sachbücher: Informationen sammeln, vergleichen und auswerten (auch in Projekten) - (siehe Schreiben, Sprechen). c) Medienerziehung Fernsehen/Hörfunk/Film. Sendungen besprechen und den Bereichen der Unterhaltung, Information und Bildung zuordnen. Medienkonsum besprechen. Merkmale und Wirkungen von Sendungen untersuchen. Einige Mittel der Filmgestaltung besprechen (zB Einstellung, Kameraführung, Schnitt, Trickaufnahme) und nach Möglichkeit in Eigenproduktionen erproben. Zugang zu Büchern. Büchereien benützen. Tageszeitungen. Einige tatsachen- und meinungsorientierte journalistische Stilformen unterscheiden. Berichte über ein Ereignis in verschiedenen Tageszeitungen vergleichen und dazu Stellung nehmen. Gegebenenfalls eine Schülerzeitung, Wandzeitung oder eine Seite für eine Tageszeitung herstellen (siehe Schreiben). d) Literaturkunde Merkmale epischer, lyrischer und dramatischer Formen in Texten erkennen. ZB: Ich- und Er-Form in epischen Texten; Strophe im Gedicht; die Entwicklung der Handlung im Drama durch Rede und Gegenrede (Dialog). Ästhetische Merkmale in Texten erkennen. ZB: Aufbau, Sprachform, sprachliche Bilder; besondere Wirkungsmöglichkeiten gebundener Sprache. Textverständnis vertiefen durch Einbeziehung der historischen, politischen, sozialen, kulturellen und biographischen Entstehungsbedingungen. Sprachbetrachtung und Sprachübung: a) Sprache im Verwendungszusammenhang Rolle und Sprachgebrauch. Auswirkungen der Kommunikationssituation (zB symmetrisches und asymmetrisches Verhältnis; gesprochene und geschriebene Sprache) auf den Einsatz der sprachlichen Mittel beobachten. Emotionalität und Sachlichkeit im sprachlichen Ausdruck (siehe Sprechen). Inhalts- und Beziehungsaspekte in Gesprächssituationen unterscheiden lernen. Verschiedene Sprachformen (siehe Lesen und Textbetrachtung). Das Auftreten und die Bedeutung verschiedener Sprachformen (zB Standardsprache, Umgangssprache, Mundart) besprechen; an ausgewählten Beispielen Merkmale erkennen. Sprachliche Besonderheiten, die für bestimmte Gruppen (zB soziale Gruppen, Alters- und Berufsgruppen, ethnische Gruppen) kennzeichnend sind, besprechen. Verschiedene Ausdrucksweisen (wie etwa gehobene, saloppe, derbe) unterscheiden und ihre Intentionen und Wirkungen besprechen. Verschiedene Stilebenen in der Literatur vergleichen. b) Bedeutung sprachlicher Zeichen Erweiterung des Wortschatzes. Wortfelder aufbauen; Bedeutungen mit Hilfe von Merkmalen unterscheiden; Bedeutung von Wörtern in verschiedenen Zusammenhängen feststellen. Ober- und Unterbegriffe erarbeiten. Bedeutung von Fremdwörtern klären. Bedeutungsunterschiede. Bedeutung ähnlicher Wörter gegeneinander abgrenzen; regionale und gruppenspezifische Besonderheiten im Wortschatz feststellen. Abstufung von Äußerungen (siehe Sprechen). Unterschiedliche Wiedergabe von Äußerungen anderer besprechen (zB indirekte Rede). Übertragene Bedeutung (siehe Lesen und Textbetrachtung). Sprachliches Bild, Vergleich, Metapher in Texten feststellen; Wirkung bildhafter Ausdrucksweise besprechen. Wortbildung (siehe Schreiben). Neue und ungewöhnliche Wortzusammensetzungen, besonders in der Werbung und in den Zeitungen, feststellen, ihre Bedeutung klären; ähnliche Möglichkeiten auf spielerische Art erproben. c) Text-, Satz- und Wortgrammatik Textgrammatik. Den thematischen Zusammenhang eines Textes durch die Mittel der Wiederholung und des Ersatzes feststellen. Die Modifizierung der Aussage mit Hilfe von Modalverben, modifizierenden Verben, konjunktivischen, futurischen Formen und situativ gebrauchten Adverbien erproben. Satzgrammatik. Die Verknüpfung von Sätzen und Satzteilen besprechen: die logischen, räumlichen, zeitlichen ua. Beziehungen feststellen; Konjunktionen, Adverbien, Relativpronomen ua. Mittel zur Satzverknüpfung erkennen. Möglichkeiten des Ausbaus von Satzgliedern mit verschiedenen Mitteln (zB nominale und satzwertige Erweiterungen) erkennen und erproben (siehe Schreiben). Wortgrammatik. Die Fügung von mehreren Wörtern zu Gruppen mit fester Bedeutung unter grammatischen, orthographischen und semantischen Gesichtspunkten besprechen (zB auf den Grund gehen - aufgrund von; an der Hand - anhand von . . .). Adverbien, Konjunktionen und Modalverben erkennen. d) Sprachübung Die standardsprachlich richtige Verwendung von Konjunktionen und Präpositionen üben. Den richtigen Fall von Relativpronomen in Satzverknüpfungen bilden. Standardsprachliche Formen der Attribuierung (besonders Genitivattribut, Apposition) üben. Standardsprachliche Verwendung der Fälle und den korrekten Gebrauch der Pronomen üben. Schriftliche Arbeiten: 3 bis 5 Schularbeiten zu je einer Unterrichtseinheit.
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