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 Übersicht Freigegenstände (Oberstufe)

Freigegenstand Kroatisch

 Allgemeiner Teil des Lehrplans


Bildungs- und Lehraufgabe:

 Der Unterricht zielt auf angemessene Beherrschung der kroatischen
Schriftsprache. Der Schüler soll befähigt werden, Gespräche über
Sachgebiete des Alltags zu führen sowie einfachere Texte zu verstehen
und mit eigenen Worten wiederzugeben.

 Eine der Altersstufe entsprechende Kenntnis des Werdens und der
Eigenart des kroatischen Volkes, seines Siedlungsgebietes und der
Entwicklung seiner Sprache ist zu vermitteln.

Lehrstoff:

3.bis 8.Klasse (in vier aufeinanderfolgenden Klassen):

  Wie für den Pflichtgegenstand Zweite lebende Fremdsprache;
hinsichtlich der Schularbeiten jedoch wie für den Freigegenstand
Lebende Fremdsprache.

  Wird die Fremdsprache in einem Mehrklassenkurs geführt, so ist im
Hinblick auf die verschiedenen von den Schülern mitgebrachten
Voraussetzungen der Lehrstoff entsprechend zu gliedern.

Didaktische Grundsätze:

 Im Unterricht ist zu berücksichtigen, ob die Schüler Anfänger sind,
die keine Voraussetzungen mitbringen, ob sie durch Zusammenleben mit
kroatischsprechenden Kindern nicht nur die Laute, sondern auch eine
Vielzahl von Wörtern und Ausdrücken des Alltags kennen oder ob sie
Kroatisch als Muttersprache (meistens in Dialektform) von Kindheit an
gebraucht und gesprochen haben. Nach diesen Voraussetzungen hat sich
auch die Lehrmethode zu richten. Wo es durchführbar ist, soll eine
Trennung dieser Schüler in Anfänger und Fortgeschrittene vorgenommen
werden.

 Grundsätzlich sollen Lehrer und Schüler im Unterricht die kroatische
Sprache von Anfang an soweit wie möglich verwenden. Der Unterricht
hat nur in der Schriftsprache zu erfolgen, wobei aber auf
Ähnlichkeiten im Dialekt hingewiesen werden kann. Durch Wiederholung,
Zusammenfassung und Dialoge soll der Wortschatz vergrößert und das
Sprachgefühl gefördert werden; Übersetzungsübungen sind nur im
unumgänglich notwendigen Ausmaß durchzuführen. Für die Belebung des
Unterrichtes ist durch Chorsprechen, durch Lieder und Gedichte und
durch Verwendung der audio-visuellen Mittel soviel wie möglich zu
sorgen.

A u s s p r a c h e

 Schon im Anfangsunterricht soll, vorerst in kurzen Redewendungen aus
dem Alltag, auf richtige Aussprache der Laute und Wörter großes
Augenmerk gelegt werden. Auf schriftlichen Ausdruck und fehlerfreie
Schreibung ist von Anfang an hinzuarbeiten.

 Die richtige Aussprache des halbvokalen r und der Konsonanten c,
d, dz, lj, nj, z ist durch häufige Verwendung von Wörtern
mit diesen Lauten in zusammenhängenden Sätzen besonders zu pflegen.

S c h r e i b u n g

 Das Erlernen der zyrillischen Buchstaben, mit denen die dem
Kroatischen wesensverwandte und fast gleiche serbische Sprache
geschrieben wird, bleibt der Oberstufe vorbehalten.

G e s p r ä c h s -   u n d   L e s e s t o f f

 Der Lesestoff ist durch kleinere Erzählungen sowie durch adaptierte
Einzelwerke, Auszüge und Bruchstücke zu ergänzen. Privatlektüre soll
gefördert werden.

W o r t s c h a t z -   u n d   S p r e c h ü b u n g e n

 Von Anfang an ist an Hand leichter zusammenhängender Sätze und
Lesestücke auf sorgfältiges Einüben des Wortschatzes Bedacht zu
nehmen. Der Wortschatz muß die geläufigsten Ausdrücke und Redensarten
der Sprache in einfachen Redewendungen und in den Schülern vertrauten
Sachgebieten enthalten. Schon früh sind die Schüler daran zu
gewöhnen, ihre eigenen Gedanken mit dem vorhandenen Wortmaterial in
einfachen Sätzen auszudrücken; dazu sind kleine Szenen sowie
Zwiegespräche aus dem Alltagsleben unter Berücksichtigung des
entsprechenden Sachgebietes sehr geeignet.

S p r a c h l e h r e

 Die notwendigen Erklärungen in der Sprachlehre sollen womöglich in
kroatischer Sprache gegeben werden, wobei vorerst die geläufigen
lateinischen Termini anzuwenden sind, die dann später durch die
kroatischen Bezeichnungen ersetzt werden können.

 Wenn auch die Kenntnis der Sprachlehre zur Spracherlernung nötig
ist, darf sie doch nie den Schwerpunkt des Unterrichtes bilden und
soll niemals die Sprechfreudigkeit der Schüler hemmen.

S c h r i f t l i c h e   A r b e i t e n

 Anfangs sind regelmäßig kurze Abschreibübungen zu geben, die dann
durch Bilden von Sätzen sowie durch Stellen und Beantworten von
Fragen fortgesetzt werden. Später ist der sprachliche Ausdruck durch
schriftliche Arbeiten in Form von Nacherzählungen, Berichten,
Inhaltsangaben größerer Stücke und durch Aufsätze zu üben.

 Schularbeiten müssen sich auf vorhergehende mündliche und
schriftliche Übungen stützen.

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