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Übersicht Oberstufe
Übersicht Freigegenstände (Oberstufe)
Allgemeiner Teil des Lehrplans
Bildungs- und Lehraufgabe: Die Bildungs- und Lehraufgabe richtet sich nach der für den Pflichtgegenstand Zweite lebende Fremdsprache. Im besonderen ist auf das Zusammenleben der Völker in der österreichisch-ungarischen Monarchie und auf die geographische Nachbarschaft Österreichs und der CSSR hinzuweisen, die ihren Niederschlag auch in der Sprache und Kultur gefunden haben, und damit die Erziehung zu gegenseitigem Verstehen, zur Menschlichkeit und zu gesamteuropäischem Denken zu fördern. Lehrstoff: 3. bis 8. Klasse (in vier aufeinanderfolgenden Klassen): 1. Kursjahr: Aussprache: Gewöhnung an die tschechische Artikulation mit besonderer Berücksichtigung der dem Deutschen fremden Laute und der Eigenart der tschechischen Aussprache (Vokalquantität, Akzent, stimmhafte und stimmlose Konsonanten, Erweichung, sibilantes r). Systematische Hör- und Ausspracheübungen mit gebräuchlichem Wort- und Phrasenmaterial, Verwendung audio-visueller Hilfsmittel. Schreibung: Einführung in das tschechische Alphabet und seine diakritischen Zeichen. Grundregeln der Rechtschreibung, besonders Unterscheidung zwischen i und y. Inkongruenz zwischen Aussprache und Rechtschreibung. Gesprächs- und Lesestoff, Wortschatz: Aneignung eines grundlegenden Wort- und Phrasenschatzes aus der Umwelt der Schüler und aus sich ergebenden oder vom Lehrer geschaffenen Situationen. Lesestücke, Erzählungen, Dialoge, Briefe, Lieder und Gedichte sowie Texte, die allmählich in die Kenntnis von Land und Volk der CSSR einführen. Sprachlehre: Der einfache Satz (Behauptung, Frage, Verneinung); Geschlechtsregeln; regelmäßige (weiche und harte) Deklination des Nomens (Substantivs) und gebräuchlichste unregelmäßige Formen; Deklination des Adjektivs; Bildung des Adverbs; Deklination der personalen, reflexiven, interrogativen, demonstrativen und possessiven Pronomen; Bildung des possessiven Adjektivs; Grundzahlwörter und ihre Rektion; Ordnungszahlwörter, gebräuchlichste Präpositionen und Konjunktionen; Konjugation der am häufigsten gebrauchten Verben und ihre Rektion; Einführung in die Aspekte und den Gebrauch der Zeiten; Imperativ und Infinitiv; Uhrzeit, Datum und Alter; Wiedergabe der deutschen Modalverben. Mündliche und schriftliche Übungen: Auswendiglernen kurzer Prosatexte, Gedichte und Liedertexte; Wiedergabe durchgenommener Stoffe anhand von Fragen und zusammenhängend; Umformungs- und Ergänzungsübungen; Übersetzungsübungen, öfters auch in Form der Rückübersetzung zur Festigung der Grammatikkenntnisse; gelegentlich Diktat bekannter Texte und Niederschrift auswendig gelernter Texte zur Kontrolle der Rechtschreibung. Schriftliche Arbeiten: Hausübungen. Schularbeiten. 2. Kursjahr: Gesprächs- und Lesestoff, Wortschatz: Wiederholung und Festigung des bisher Erlernten, Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes, Vorbereitung und Auswertung des Lesestoffes in Unterrichtsgesprächen. Erzählende und beschreibende Prosatexte aus der weiteren Umwelt der Schüler; Lesestücke, die Kenntnisse von Land und Volk der CSSR vermitteln. Geeignete Originaltexte. Sprachlehre: Wichtige Ausnahmen und Ergänzungen zur Deklination der Nomen (Substantive) und der Adjektive; Steigerung der Adjektive und der Adverbien; Deklination der Numeralien und der bisher nicht behandelten Pronomen; weitere Präpositionen und Konjunktionen; Wiedergabe der tschechischen Partizipialformen im Deutschen und des deutschen Passivs im Tschechischen: Möglichkeitsform; weitere Gruppen häufiger Verben, ihre Aspekte und ihre Rektion; Modellsätze zum Gebrauch der Aspekte; wichtigste Arten der Nebensätze. Mündliche und schriftliche Übungen: Wie im 1. Kursjahr, dazu Versuche im Bericht von Selbsterlebtem und Beobachtetem, in der Wiedergabe von Gehörtem und Gelesenem; Briefe; gelegentlich Kontrolle der Rechtschreibung durch Diktate mit stärkerer Loslösung vom Text, aber mit bekanntem Wortmaterial. Schriftliche Arbeiten: Hausübungen. Schularbeiten. 3. Kursjahr: Gesprächs- und Lesestoff, Wortschatz: Wie bisher; Worterklärungen; Proben aus modernen Autoren; Texte zum Zeitgeschehen, die zum Verständnis von Land und Volk der CSSR beitragen, auch ausgewählte Stellen aus Zeitungen und Zeitschriften. Sprachlehre: Vertiefung, Wiederholung und Zusammenfassung im Anschluß an Lektüre und Gespräch. Mündliche und schriftliche Übungen: Übungen zur Festigung der Grammatikkenntnisse und des Wortschatzes; Wiedergabe von Gelesenem und Gehörtem (auch Redeübungen); fallweise Übersetzung schwieriger Stellen ins Deutsche; Versuche im Aufsatz aus der Erlebniswelt des Schülers. Schriftliche Arbeiten: Hausübungen. Schularbeiten. 4. Kursjahr: Gesprächs- und Lesestoff, Wortschatz: Wie im 3. Kursjahr; Besprechung von Abkürzungen; gelegentlich Zusammenstellung von Wortfamilien; Proben aus Lyrik, Epik und Dramatik des 19. und 20. Jahrhunderts; Hinweise auf Beziehungen zu Österreich. Texte zum Zeitgeschehen, die zum Verständnis von Land und Volk der CSSR beitragen. Sprachlehre: Wie im 3. Kursjahr. Mündliche und schriftliche Übungen: Wie im 3. Kursjahr; Zusammenfassungen in sich geschlossener Textstellen, Berichte und Beschreibungen, gelegentlich auch als umfangreichere Hausübungen; Pflege des Aufsatzes. Schriftliche Arbeiten: Hausübungen. Schularbeiten. Didaktische Grundsätze: Die didaktischen Grundsätze, die für die Zweite lebende Fremdsprache, insbesondere für das Russische, gelten, sind sinngemäß auch im Tschechischunterricht anzuwenden. Bei der Schulung der Aussprache ist auf die typischen Merkmale des Tschechischen (Vokalquantität, Betonung, stimmhafte und stimmlose Konsonanten, sibilantes r) zu achten, bei der Rechtschreibung auf die diakritischen Zeichen sowie auf die Unterscheidung von i und y. Bei der Vermittlung des Wortschatzes kann mit Nutzen auf die Wendungen hingewiesen werden, die infolge der gemeinsamen kulturellen Entwicklung im Deutschen und im Tschechischen gleich sind, ebenso auf die zahlreichen tschechischen Familiennamen und Lehnwörter (zB gastronomische Ausdrücke), besonders in Wien. Bei der Auswahl der Lektüre sind besonders im 3. und 4. Kursjahr auch Texte zu berücksichtigen, welche das Zusammenleben der Völker in der österreichisch-ungarischen Monarchie beleuchten sowie die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Österreich und der CSSR behandeln. Die Schüler sollen mit den wichtigsten Eigenheiten des Slowakischen, durch die es sich vom Tschechischen unterscheidet, so weit bekannt gemacht werden, daß sie fähig sind, einfaches Slowakisch, das ihnen gelegentlich geboten werden soll, lesend oder hörend zu verstehen. Ebenso soll im 3. und 4. Kursjahr gelegentlich auf die besonderen Probleme des slowakischen Volkes und den einen oder anderen bedeutenden slowakischen Schriftsteller, besonders der Gegenwart, hingewiesen werden. Wird Tschechisch als Mehrklassenkurs geführt, so ist im Hinblick auf die verschiedenen Voraussetzungen der Lehrstoff entsprechend zu gliedern.
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