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 Wahlpflichtgegenstand Deutsch

Deutsch

 Allgemeiner Teil des Lehrplans


Bildungs- und Lehraufgabe:

  Der Unterricht in Deutsch soll zum Erreichen der folgenden Ziele
beitragen, die sowohl fachspezifische als auch fächerübergreifende
Aspekte enthalten.

  Folgende drei Teilbereiche sind grundsätzlich gleichwertig und
einander zugeordnet: ,,Sprachliches Gestalten'',
,,Sprachbetrachtung'' und ,,Literaturbetrachtung''.
- ,,Sprachliches Gestalten'' umfaßt mündlichen und schriftlichen
  Sprachgebrauch unter Beachtung der Faktoren des kommunikativen
  Handlungsfeldes.
  Ziele des ,,Sprachlichen Gestaltens'' sind das intentionsgerechte,
  gegenstandsgemäße, wirksame sprachlich korrekte Reden und
  Schreiben, standardsprachliche Kompetenz sowie das sinnerfassende
  und sinnvermittelnde Lesen. Darüber hinaus sollen die Schüler die
  Techniken geistigen Arbeitens (auch als Vorbereitung auf
  wissenschaftliches Arbeiten) planmäßig anwenden lernen und
  Erfahrungen im schöpferischen Gestalten sammeln.
- ,,Sprachbetrachtung'' vermittelt Einsichten in Struktur und
  Funktion der Sprache; sie beschäftigt sich mit Grundfragen der
  Kommunikation, dh., die Schüler sollen lernen, sprachliche
  Äußerungen in ihrem Handlungszusammenhang und ihrer
  gesellschaftlichen Bedeutung zu erfassen und, auf diesen Einsichten
  aufbauend, die eigene sprachliche Ausdrucksfähigkeit zu erweitern.
- ,,Literaturbetrachtung'' umfaßt Lektüre und reflektierenden Umgang
  mit dichterischen und nichtdichterischen, gedruckten und durch
  andere Medien vermittelten Texten (erweiterter Literaturbegriff).
  Dabei berücksichtigt und verbindet sie vier Aspekte:
  ,,Textbeschreibung'', ,,Literaturgeschichtliche Orientierung'',
  ,,Interpretation'' und ,,Literarische Wertung''.
  Ziel ist es, daß die Schüler gerne lesen und verständig und
  kritisch mit Literatur umgehen lernen. Die Schüler sollen sich
  selbständig mit der Eigenart von Literatur auseinandersetzen, ihre
  Erlebnisfähigkeit erweitern, die ästhetischen Qualitäten eines
  dichterischen Werkes erfassen, über ihr Leseverhalten und ihren
  Mediengebrauch reflektieren und die Standortbedingtheit ihrer
  Wertung erkennen.

Lehrstoff:

5. Klasse (3 Wochenstunden,
      am Oberstufenrealgymnasium 4 Wochenstunden):

Sprachliches Gestalten

  a) Sprechen:

Sprechen vor anderen (monologisch-darbietend)

  Über Sachverhalte in knapper Form berichten; Erfahrungen und
Probleme kurz formulieren; kurze Stellungnahmen abgeben; Gelesenes
und Gehörtes zusammenfassen (-> Schreiben)

Sprechen mit anderen (dialogisch-austauschend)

  Gespräch, Gruppen- und Plenardiskussion üben und dabei auch
bestimmte Rollen wahrnehmen; Aufgaben des Diskussionsleiters
erarbeiten und in Diskussionen wahrnehmen

Aufmerksam zuhören und Gehörtes wiedergeben

  b) Schreiben:

Texte als Ergebnis unterschiedlicher Schreibmotivationen und -ziele
abfassen (-> Sprachbetrachtung, Textbeschreibung)

Beschreiben und Kommentieren

  ZB Protokolle, Kurzfassungen, Inhaltsangaben verfassen; graphische
Darstellungen (Diagramme, Plakate usw.) sprachlich umsetzen

Argumentieren und Appellieren

  Sachverhalte, Probleme und Erfahrungen in verschiedenen Formen
darstellen; Argumente und Gegenargumente einsetzen. Dazu Material
sammeln und aufbereiten (-> Sprachbetrachtung)

Erzählen und freies Gestalten

  ZB eigene Gefühle und Erfahrungen in verschiedenen Formen
darstellen; nach Impulsen (Bild, Musik, Film) schreiben; Geschichten
erfinden

Übungen zur Textgestaltung

  ZB den gedanklichen Aufbau von Texten entwickeln; satzübergreifende
Verknüpfungen und Fügewörter erproben; Formulierungen mit Hilfe von
Verschiebe-, Ersatz- und Weglaßprobe überprüfen (->Sprachbetrachtung)

Fähigkeiten in Rechtschreibung und Zeichensetzung gezielt verbessern

  Wörterbuch verwenden (auch bei Schularbeiten)

  c) Lesen:

Techniken des stillen und lauten Lesens verfeinern

Sinnerfassend lesen und sinnvermittelnd vortragen (auch nach eigener
Wahl des Schülers Auswendiggelerntes)

Sprachbetrachtung

Faktoren der Kommunikation erarbeiten

  Die unterschiedlichen Bedingungen bei verschiedenen
Kommunikationsformen (zB Rede, Gespräch, Diskussion) untersuchen und
beschreiben (-> Sprechen)

  Kommunikationsformen und -faktoren in Massenmedien (insbesondere
Zeitungen) untersuchen und beschreiben (-> Literaturbetrachtung)

Formen geistigen Arbeitens (Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung und
Wiedergabe von Information) erkennen und anwenden

Ausdruckswerte sprachlicher Erscheinungen erfassen

  Ausdruckswerte und Leistungen der Nominalisierung in der
Gebrauchssprache der Gegenwart (Augenblickskomposita, nominale
Blockbildung, Funktionsverbgefüge)

  Die Bedeutung des Tempuswechsels für die Textaussage

  Stilwert von Satzverknüpfungen (Satzreihe, Satzgefüge, Infinitiv-
und Partizipialgruppen) (-> Textbeschreibung)

Satzübergreifende Verknüpfungen (insbesondere Pronomen und
Fügewörter) erkennen (-> Schreiben)

Die Rolle der Grundwortarten im Satz untersuchen

Literaturbetrachtung

  a) Textbeschreibung:

Dichterische und nichtdichterische Texte lesen und besprechen;
Ordnungsprinzipien finden und bei der Beschreibung anwenden

Merkmale von Textarten feststellen

  ZB Thematik, mögliche Absichten, Darstellungsweise,
Wirkungsmöglichkeiten, literarische Formen

Sprachliche Erscheinungen in Texten untersuchen und ihre Funktion
erläutern (-> Sprachbetrachtung)

  b) Literaturgeschichtliche Orientierung:

Texte (besonders der Gegenwartsliteratur) in ihrem jeweiligen
politischen, sozialen, kulturellen und literarischen Kontext
untersuchen; stoff- und motivähnliche Texte auch aus der
Weltliteratur heranziehen

  c) Interpretation:

Den ersten Eindruck eines gelesenen (gesehenen und gehörten) Werkes
formulieren

Deutungsmöglichkeiten aufzeigen, die sich aus der Textbeschreibung
erschließen lassen (-> Sprechen, Schreiben)

  d) Literarische Wertung:

Eigene Leseinteressen artikulieren und begründen (-> Sprechen)

Erkennen, daß die Wahl eines bestimmten Buches von Gefühlen und
Erwartungen, von Informationen, Erfahrungen und von der Situation des
Lesers abhängt (-> Sprechen)

Schriftliche Arbeiten:

  Hausübungen.

  Schularbeiten.

Querverbindungen:

  Religion:

  Selbstfindung und Selbstverwirklichung des jungen Menschen

  Fremdsprachen:

  Textarten, Grundbegriffe der Sprachbetrachtung (Grammatik) in ihrer
Funktion

  Geschichte und Sozialkunde, Geographie und Wirtschaftskunde,
Mathematik:

  Genaues Lesen von Texten, Umgang mit Sachliteratur

  Musikerziehung: Zusammenhang von Motiven; Sprechpflege

  Bildnerische Erziehung:

  Einsatz bildnerischer Mittel und ihre Umsetzung in Sprache.

6. Klasse (3 Wochenstunden):

Sprachliches Gestalten

  a) Sprechen:

Sprechen vor anderen (monologisch-darbietend)

  Einzel- und Gruppenreferate halten; Zusammenhänge und Begriffe
erklären (-> Schreiben)

Sprechen mit anderen

  Plenar- und Podiumsdiskussion abhalten; Information, Meinung,
Argument und Frage in Diskussionsbeiträgen einsetzen (-> Schreiben)

Rollen- und situationsgemäßes Verhalten in Gesprächen und
Diskussionen erproben und beobachten (-> Schreiben)

  b) Schreiben:

Beschreiben und Kommentieren

  ZB Begriffserklärungen abfassen (-> Sprechen); exzerpieren; das
Verhalten von Einzelpersonen und von Gruppen aus ihrer Situation
heraus beschreiben und erklären (-> Sprechen); Rolle und Situation
von Figuren dichterischer Texte beschreiben (-> Textbeschreibung)

Argumentieren und Appellieren

  Zu Sachverhalten und Problemen Stellung nehmen (zB als Aufruf,
Leserbrief, Zeitungsartikel)

Erzählen und freies Gestalten

  ZB vorgegebene Texte umformen und verfremden; Sketches und kurze
Hörspiele erarbeiten

Übungen zur Textgestaltung

  ZB Thema erschließen, Informationen verarbeiten (auch
Nachschlagewerke benützen); Ordnungskriterien suchen; sprachliche
Formulierungen in eigenen Texten auf ihre Wirkung überprüfen;
verschiedene Verweisformen erproben (-> Sprachbetrachtung)

Sicherheit in Rechtschreibung und Zeichensetzung steigern

  Wörterbuch verwenden (auch bei Schularbeiten)

Probleme der Normierung von Rechtschreibung und Zeichensetzung
erkennen

  c) Lesen:

Texte vorbereitet und aus dem Stegreif lesen

Vortragstechniken üben

Sprachbetrachtung

Auswirkungen der Entstehungsbedingungen auf einen Text untersuchen
(auch auf Schülertexte) (-> Literaturbetrachtung)

Einblicke in die Sprachgeschichte und in die Entwicklung der
Standardsprache an Beispielen gewinnen

Kommunikationsformen und -faktoren in Massenmedien (insbesondere
Hörfunk und Fernsehen) untersuchen und beschreiben

Bedeutungsbeziehungen zwischen Wörtern und Wortgruppen feststellen

Sprachliche Bilder in ihrer Funktion beschreiben und erklären
(-> Schreiben, Textbeschreibung)

Die Funktion von Stilfiguren erarbeiten (-> Schreiben,
Textbeschreibung)

Satzübergreifende Verknüpfungen (insbesondere Umschreibungen,
Ersatzformen und Verweiswörter) erkennen (-> Übungen zur
Textgestaltung)

Literaturbetrachtung

  a) Textbeschreibung:

Die im Werk dargestellte Welt herausarbeiten; insbesondere das
Verhalten von Figuren und deren Beziehungen zueinander untersuchen
(-> Schreiben)

Texte nach sprachlichen Gesichtspunkten untersuchen: phonologisch,
lexikalisch, syntaktisch, rhetorisch (->Schreiben, Sprachbetrachtung)

Formale Merkmale als Mittel zur Verdeutlichung der Aussage begreifen

  b) Literaturgeschichtliche Orientierung:

Die Literatur in der Gesellschaft des Mittelalters, des Humanismus
und der Barockzeit an ausgewählten Textbeispielen erarbeiten; Texte
der Gegenwartsliteratur damit vergleichen; den Kontext von Texten
untersuchen (zB biographische, politische, soziale, kulturelle,
religiöse und literarische Dimension)

Die Aufklärung als Epoche modellhaft behandeln: die geistigen,
politischen, sozialen und ökonomischen Grundlagen; der Einfluß des
Auslandes; die literarischen Strömungen; die Rolle der Literatur und
des Schriftstellers; das Weiterwirken in die Gegenwart

  c) Interpretation:

Deutungen von Texten auf der Basis der Textbeschreibung erarbeiten
und vergleichen

Unterschiedliche Darstellungen eines Werkes in der Fachliteratur
vergleichen

  d) Literarische Wertung:

Urteile über Texte als zeit- und standortbedingte Stellungnahmen
erkennen (->Sprachbetrachtung, Interpretation)

Den Einfluß persönlicher Wertvorstellungen auf das Urteil erfassen

Verschiedene Verwendungsweisen der Lektüre erkennen und beschreiben
(zB unterhaltend, informierend, genießend, problemorientiert)

Schriftliche Arbeiten:

  Hausübungen.

  Schularbeiten.

Querverbindungen:

  Religion:

  Texte in Verbindung etwa mit der Reformationszeit

  Fremdsprachen:

  Übungen zur Textgestaltung; Anwenden textgrammatischer Aspekte;
Begriffserklärungen; Funktion sprachlicher Bilder (Latein);
Entstehungsbedingungen von Texten (Griechisch)

  Geschichte und Sozialkunde:

  Mittelalter

  Mathematik, Physik:

  Erklären von Begriffen

  Biologie und Umweltkunde, Chemie:

  Informationen verarbeiten; zu Sachverhalten Stellung nehmen

  Musikerziehung:

  Klangliches und bewegungsmäßiges Gestalten (bewußter Vortrag).

7. Klasse (3 Wochenstunden):

Sprachliches Gestalten

  a) Sprechen:

Sprechen vor anderen (monologisch-darbietend)

  ZB referierendes, appellatives und expressives Reden üben;
Sprachform, Redestil, Redestrategien bewußt einsetzen.

Sprechen mit anderen (dialogisch-austauschend)

  Interviews (unmittelbar oder gestaltet) durchführen (Strategien des
Fragenden und des Befragten); Debatten abhalten (Argumente und
Gegenargumente gezielt einsetzen); nichtdirektive Gesprächsformen (zB
kontrollierten Dialog) üben

  b) Schreiben:

Beschreiben und Kommentieren

  ZB Leseeindrücke zusammenfassend formulieren; dichterische und
nichtdichterische Texte beschreiben und deuten

Argumentieren und Appellieren

  Zu aktuellen Themen Stellung nehmen, auch mit Hilfe von
Informationsmaterial oder ausgehend von einem Text (-> Sprechen)

Erzählen und freies Gestalten

  ZB ein Motiv in verschiedenen sprachlichen Verfahrensweisen
darstellen (-> Sprachbetrachtung); Texte verfremden und
weiterschreiben; satirisches und parodistisches Schreiben versuchen

Übungen zur Textgestaltung

  Gesprochene in geschriebene Sprache übertragen
(-> Sprachbetrachtung)

Rechtschreibmängel und Unsicherheiten in der Zeichensetzung beheben;
Wörterbuch verwenden (auch bei Schularbeiten)

  c) Lesen:

Techniken des Lesens zur raschen Informationsentnahme üben

Verschiedene Vortragsweisen zur Textdeutung unterscheiden und
erproben

Sprachbetrachtung

Außersprachliche und sprachliche Bedingungen des
Kommunikationsprozesses erkennen und in ihrer Beziehung zueinander
beschreiben (-> Schreiben, Interpretation, Literarische Wertung)

Merkmale gesprochener und geschriebener Sprache unterscheiden
(-> Sprechen, Schreiben)

Sprachformen in ihrer Verwendungssituation aufzeigen und erklären:
Idiolekt, Soziolekt, Dialekt, Umgangssprache, Standardsprache
(-> Sprechen)

Die Funktion von sprachlichen Sparformen, Sprachklischees und
Redundanzen erkennen (-> Sprechen, Schreiben, Literaturbetrachtung)

Sprachliche Verfahrensweisen untersuchen und ihre Wirkung beschreiben
(-> Schreiben, Literaturbetrachtung)

Aufbauelemente und Komposition eines Textes erkennen (Textanfang,
Themenfortschritt und Argumentationsstruktur, Textschluß
(->Schreiben, Literaturbetrachtung)

Wirkungsmöglichkeiten und Grenzen der Kommunikation in den
Massenmedien untersuchen (zB Wechselwirkung zwischen Text- und
Bildinhalt)

Strategien der Meinungsbildung unterscheiden (zB offene und verdeckte
Beeinflussung); Manipulationstechniken durchschauen lernen
(-> Literarische Wertung)

Literaturbetrachtung

  a) Textbeschreibung:

Die im Werk dargestellte Welt zeigen, insbesondere die Funktion von
Raum, Zeit und Milieu in der Struktur eines Textes; Motive
beschreiben; Fabel herausarbeiten (-> Schreiben, Interpretation)

Auffallende sprachliche Merkmale untersuchen, Grundzüge der
Baustruktur eines Textes erkennen und mit anderen vergleichen
(-> Schreiben, Interpretation)

Erzählform (Ich-Form, Er-Form) und Erzählperspektive untersuchen
(-> Schreiben, Sprachbetrachtung, Interpretation)

  b) Literaturgeschichtliche Orientierung:

Einblicke in die Literatur von der Französischen Revolution bis zum
Ersten Weltkrieg anhand von Werken gewinnen, welche ihre Zeit
beispielhaft repräsentieren, die weitere Entwicklung beeinflussen und
den Zusammenhang zwischen literarischer Aussageform und
geschichtlicher Situation zeigen; dabei ist die Rolle der
fremdsprachigen Literatur zu berücksichtigen

Mögliche Aspekte der Textauswahl:

Erziehung zur Humanität.

Irrationalismus als Lebens- und Kunstprinzip

Zuwendung zur Vergangenheit (Antike, Mittelalter)

Sozialkritisch-oppositionelle im Gegensatz zu apolitisch-ästhetischer
Literatur

Realistische Erzählkunst als Antwort auf die politischen Verhältnisse
nach 1848

Naturwissenschaftlicher Determinismus und das Problem der
Handlungsfreiheit

Darstellung der neuen sozialen Wirklichkeit

Kulturkrise und Ästhetizismus der Jahrhundertwende

Auseinandersetzung der österreichischen Literatur mit den sozialen
und politischen Zuständen der österreichisch-ungarischen Monarchie

Motivähnliche Texte aus der Gegenwartsliteratur lesen

  c) Interpretation:

Thema und Art der Themenbehandlung herausarbeiten (-> Schreiben)

Wirkungsmöglichkeiten und Intentionen eines Textes auf der Basis der
Textbeschreibung überprüfen (-> Schreiben)

Mögliche Absichten eines Autors untersuchen (-> Schreiben,
Sprachbetrachtung)

Die historischen Bedingungen eines Textes in die Deutung einbeziehen
(-> Literaturgeschichtliche Orientierung)

  d) Literarische Wertung:

Bedingungen der Textrezeption erkennen und besprechen:
Erfahrungshorizont, Rolle, Situation, Erwartung und Sprachbesitz des
Lesers als Faktoren der Wertung (-> Sprachbetrachtung,
Literaturgeschichtliche Orientierung)

Grundlagen eigener Wertung erkennen und erläutern

Die Wahl eines Buches mit den eigenen Leseinteressen in Einklang
bringen

Schriftliche Arbeiten:

  Hausübungen.

  Schularbeiten.

Querverbindungen:

Religion: Kommunikation und Massenmedien; Fragen der Wertebildung

Fremdsprachen: Massenmedien; Darlegung von Problemen; Redekunst

Geschichte und Sozialkunde: Gestaltende Kräfte des 19. Jh.

Mathematik: Massenmedien im Zusammenhang mit statistischen
Untersuchungen

Biologie und Umweltkunde: Mensch und Sprache

Physik: Nachrichtentechnik und Strategien der Meinungsbildung

Psychologie und Philosophie: Fragen der Meinungsbildung

Musikerziehung: Musiktheater und Lied im 19. Jh.

Bildnerische Erziehung: bildende Kunst und Literatur.

8. Klasse (3 Wochenstunden):

Sprachliches Gestalten

  a) Sprechen:

Sprechen vor anderen (monologisch-darbietend)

  Referate und Reden halten; Gesichtspunkte für die Konzeption
entwickeln; Beurteilungskriterien erarbeiten

Sprechen mit anderen (dialogisch-austauschend)

  ZB in Rollengesprächen bzw. Planspielen unterschiedliche Interessen
vertreten

  b) Schreiben:

Beschreiben und Kommentieren

  ZB dichterische und nichtdichterische Texte beschreiben und deuten;
ein dichterisches Werk unter einem bestimmten Aspekt behandeln; zwei
oder mehrere dichterische Werke unter einem übergreifenden
Gesichtspunkt vergleichend behandeln (-> Interpretation)

Argumentieren und Appellieren

  ZB zu aktuellen Themen Stellung nehmen und Probleme erörtern, auch
mit Hilfe von Informationsmaterial oder ausgehend von einem Text;
Arbeits- und Berufswelt; Buchbesprechungen ua. Kritiken verfassen
(-> Literarische Wertung)

Vorformen wissenschaftlichen Arbeitens anwenden

Erzählen und freies Gestalten

  ZB Texte nach- und umgestalten; innere Monologe, Kurzgeschichten,
Essays, experimentelle Texte schreiben

Übungen zur Textgestaltung

  Gedanken sprachlogisch verknüpfen (-> Sprachbetrachtung)

Rechtschreibschwächen und Unsicherheiten in der Zeichensetzung
beheben; Wörterbuch verwenden (auch bei Schularbeiten)

  c) Lesen:

Techniken zum Behalten des Wesentlichen üben

Verschiedene Vortragsweisen als Ausdruck unterschiedlicher
Textdeutung beobachten und bewerten, erproben und einsetzen

Sprachbetrachtung

Die syntaktische, semantische und pragmatische Dimension von Zeichen
beschreiben (Einführung in die Semiotik) (-> Interpretation,
Literarische Wertung, Schreiben)

Das Verhältnis von Sprache zur außersprachlichen Wirklichkeit als
Problemstellung erkennen (Zeichen und Bezeichnetes)

Sprachhandlungen hinsichtlich der Art und des Grades ihrer
Verbindlichkeit unterscheiden (Meinungen, Urteile, Zusagen,
Verfügungen; Fiktionen, Tatsachenfeststellungen und dgl.)
(-> Sprechen, Schreiben, Interpretation, Literaturkritik)

Den intrapersonalen Aspekt der Kommunikation (zB sich besinnen, sich
entscheiden, etwas betrachten, meditieren) in Situationen und in der
Begegnung mit Texten erfahren (-> Literaturbetrachtung, Sprechen,
Schreiben)

Die Verknüpfung von Gedanken in sprachlichen Ausdrucksformen
herausarbeiten (zB reihende, folgernde, bedingende, entgegensetzende,
anschließende Relationen (-> Übungen zur Textgestaltung)

Literaturbetrachtung

  a) Textbeschreibung:

Textmerkmale auf verschiedenen Betrachtungsebenen ordnen (Laut, Wort,
Satz, Abschnitt) (-> Schreiben, Interpretation)

Die für die Beschreibung von Texten jeweils charakteristischen
Merkmale zusammenfassen und im Hinblick auf das Textverständnis
auswerten (-> Schreiben, Interpretation)

  b) Literaturgeschichtliche Orientierung:

Einblicke in die Literatur vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart
anhand von Werken gewinnen, welche Entwicklungen und Tendenzen
beispielhaft repräsentieren und den Zusammenhang zwischen
literarischer Aussageform und geschichtlicher Situation zeigen

Mögliche Aspekte der Textauswahl:

Revolte gegen traditionelle Lebens- und Kunstformen

Fortführung bürgerlicher Literaturtraditionen

Literatur in Korrelation zu den sozialen und politischen Spannungen
der Zwischenkriegszeit

NS-Literatur: Mechanismen und Formen politischer Propagandaliteratur

Auseinandersetzung mit Literatur und Krieg

Exilliteratur

Humanistisch-christliche Traditionen in der Literatur der
Nachkriegszeit

Gruppenbildungen im literarischen Leben nach 1945

Entwicklung der Literatur in verschiedenen Gesellschaftssystemen

Sprache und Sprachverwendung als Thema der Literatur

Gesellschaftskritisch und politisch engagierte Literatur

Österreichische Gegenwartsliteratur und ihr Stellenwert innerhalb der
deutschsprachigen Literatur

Der Wandel der nationalen Literaturen zur Weltliteratur

Ergänzende Beispiele fremdsprachiger Literatur lesen

  c) Interpretation:

Verschiedene Zugänge zum Sinnverständnis von Texten erproben (zB von
psychologischen, soziologischen, philosophischen oder religiösen
Deutungsansätzen her) (-> Schreiben)

Erkennen, inwieweit persönliche Erfahrungen, Erwartungen und
Interessen die Interpretation beeinflussen (->Schreiben, Literarische
Wertung)

  d) Literarische Wertung:

Zu Texten begründet Stellung nehmen (zB im Hinblick auf Intentionen
des Autors, Darstellungsweise, Aussagegehalt, Informationswert,
Aktualität, Erwartungen des Lesers) (-> Schreiben, Interpretation)

Die unterschiedlichen Wirkungen von identifizierender und
distanzierender Lesehaltung erkennen und beschreiben

Divergierende Kritiken in verschiedenen Medien vergleichen
(-> Schreiben, Interpretation)

Die Funktion der Lektüre innerhalb der eigenen Lebenswelt erkennen;
Lektüreerfahrungen austauschen (-> Sprechen, Lesen)

Die Arbeitsbedingungen der Autoren im kommerzialisierten Literatur-
und Medienbetrieb untersuchen; Strukturen literarischen Managements
beschreiben (zB Buchmarkt, Buchmessen, Literaturtagungen, Preise)

Den Beitrag der Massenmedien zur Popularisierung und
Internationalisierung von Literatur untersuchen.

Schriftliche Arbeiten:

  Hausübungen.

  Schularbeiten.

Querverbindungen:

Religion: Intrapersonaler Aspekt der Kommunikation im Zusammenhang
mit Fragen des Glaubens

Fremdsprachen: Reden und Referate; Texte des 20. Jh.;
Problembehandlung; Redekunst

Biologie und Umweltkunde: Problembehandlung; Strategien der
Meinungsbildung bei der Durchsetzung von Interessen

Psychologie und Philosophie: Sprache und ihre Funktionen; Probleme
künstlerischen Schaffens

Musikerziehung: Experimentelle Texte und experimentelle Musik

Bildnerische Erziehung: Bildende Kunst und Literatur des 20. Jh.

Didaktische Grundsätze:

  Auswahl und Gewichtung der Unterrichtsinhalte und die Wahl
geeigneter Methoden sind dem Lehrer überlassen.
- Grundlagen für die Lehrplankonzeption sind Ergebnisse aus
  Pädagogik, Kommunikations-, Sprach- und Literaturwissenschaft. Der
  Lehrplan orientiert sich außerdem an den Anforderungen einer freien
  demokratischen Gesellschaft, deren Mitglieder fähig sein sollen, in
  differenzierter Sprachverwendung Probleme zu formulieren,
  Interessen zu vertreten und Konflikte zu lösen (Beitrag zum
  Unterrichtsprinzip ,,Politische Bildung'').
- Der erweiterte Literaturbegriff und die Reflexion der
  medienspezifischen Auswirkung auf den Kommunikationsprozeß tragen
  den Unterrichtsprinzipien ,,Leseerziehung'' und ,,Medienerziehung''
  Rechnung.
- Durch die im Lehrplan geforderten Arbeitstechniken sollen die
  Schüler auch auf Berufs- und Arbeitswelt und auf wissenschaftliches
  Arbeiten vorbereitet werden.

Unterrichtsgestaltung - Erarbeitung und Verarbeitung
- Bei den Lehr- und Lernverfahren sind folgende Gesichtspunkte zu
  beachten: Die Unterrichtsgestaltung soll sich an der Lebensrealität
  orientieren und die Erfahrungen der Schüler miteinbeziehen. Die
  Stoffülle erfordert das Setzen von Schwerpunkten, wobei dem Schüler
  wesentliche Zusammenhänge einsichtig zu machen sind.
- Um den Schülern eine angemessene Mitbestimmung zu ermöglichen, soll
  ihnen Einblick in die Ziele und Lehraufgaben der jeweiligen Klasse
  geboten werden.
- Als Methoden zur Erarbeitung der verschiedenen Lehraufgaben sollen
  angemessene Gesprächs- und Sozialformen eingesetzt werden:
  Unterrichts- und Schülergespräch, Information und Impuls durch
  Lehrer und Schüler, Diskussion und Debatte, Einzel-, Partner- und
  Gruppenarbeit. Viele Lernziele lassen sich auch in einem
  fächerübergreifenden oder projektorientierten Unterricht erreichen.
- Audio-visuelle Hilfsmittel und gegebenenfalls Computer sind
  heranzuziehen.
- Hausübungen sind sowohl zur Vorbereitung des Unterrichts als auch
  zur Festigung des Unterrichtsertrags einzusetzen. Sie sind in
  geeigneter Form regelmäßig zu korrigieren.

Die Teilbereiche des Deutschunterrichts

Zum Sprachlichen Gestalten:
Die Formen mündlichen und schriftlichen Gestaltens sollen vor allem
dazu dienen,
  Gedanken zu formulieren und dadurch zu klären;
  sich einen Sachverhalt vor Augen zu führen und ihn sich dadurch
  verfügbar zu machen;
  auf andere einzuwirken;
  Emotionen und Situationen zu verbalisieren;
  Sprache als kreatives Ausdrucksmittel zu verwenden.
Die Formen des Sprechens werden in monologisch-darbietende
(Sprechen vor anderen) und dialogisch-austauschende
(Sprechen mit anderen) gegliedert.
Das Schreiben wird nach der vorherrschenden Schreibhaltung bzw.
-absicht in beschreibende und kommentierende, argumentierende und
appellierende sowie erzählende und andere kreative Formen unterteilt.
Die Textsorten lassen sich jedoch nicht immer scharf abgrenzen.

Sprechen und Schreiben der Schüler sollen in der Regel auch
Gegenstand der Reflexion sein. Die ,,Übungen zur Textgestaltung''
sollen das schriftliche Gestalten begleiten.
Übungen zur Rechtschreibung und Zeichensetzung sind an den
individuellen Erfordernissen der Schüler zu orientieren.
Die Verwendung des Österreichischen Wörterbuchs (auch bei
Schularbeiten) soll eine an der außerschulischen Wirklichkeit
orientierte Arbeitshaltung fördern.

Zur Sprachbetrachtung:
Aufgabe der Sprachbetrachtung ist es,
  Einblicke in die Struktur der Sprache zu vermitteln;
  verschiedene Sprachformen in ihrer Funktion aufzuzeigen;
  Bedingungen sprachlichen Handelns bewußt zu machen und die eigene
  Sprachhandlungsfähigkeit zu erweitern.
Sprachliche Merkmale sind an gesprochenen und geschriebenen Texten
festzustellen. Dadurch soll die ,,Sprachbetrachtung'' mit der
,,Literaturbetrachtung'' und dem ,,Sprachlichen Gestalten'' verbunden
werden.

Zur Literaturbetrachtung:
Im Mittelpunkt der ,,Literaturbetrachtung'' steht die
Auseinandersetzung mit Texten.
Folgende vier Aspekte sind zu beachten und miteinander zu verbinden:
Die ,,Textbeschreibung'' stellt Themen, Strukturen sowie
Darstellungsmittel und deren Funktion in Texten fest, um eine
empirisch faßbare und überprüfbare Grundlage für Interpretation und
Wertung zu schaffen.
Die ,,Literaturgeschichtliche Orientierung''
  stellt Einzelwerke in ihren geschichtlichen Kontext (dh. in den
  biographischen, politischen, gesellschaftlichen und kulturellen
  Zusammenhang) und
  betrachtet sie in ihrem literarischen Kontext (dh. in gattungs-,
  stil- und motivgeschichtlichen Entwicklungen).
Die ,,Interpretation'' baut auf dem spontanen Texterlebnis und dem
Interesse des Schülers, der ,,Textbeschreibung'' und der
,,Literaturgeschichtlichen Orientierung'' auf. Sie soll zum Erfassen
und Unterscheiden verschiedener Deutungsmöglichkeiten anleiten. Das
wichtigste Kriterium für mögliche Deutungen ist die Begründbarkeit
aus dem Text.
Die ,,Literarische Wertung'' soll erarbeiten, daß literarische
Erfahrungen, Literaturverständnis, persönliche Werthaltungen sowie
ästhetische und intellektuelle Sensibilität die Urteile über
Literatur bestimmen.

Die Zielsetzungen der ,,Literaturbetrachtung'' erlauben es, die
Lesegewohnheiten und Interessen der Schüler zu berücksichtigen, die
Fähigkeit zu selbständiger Auseinandersetzung mit den literarischen
Zweckformen auszubilden und insbesondere das Verständnis für
dichterische Literatur zu fördern und die Freude am Lesen zu wecken.
Im Mittelpunkt soll die Beschäftigung mit der Literatur des deutschen
Sprachraums unter besonderer Berücksichtigung der österreichischen
Literatur stehen.

Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen

  Der Deutschunterricht bietet verschiedene Möglichkeiten der
Querverbindungen zu anderen Unterrichtsgegenständen auf der Ebene der
Lernziele, der Lerninhalte und der didaktischen Grundsätze.

Lernziele
- Die Förderung der Kommunikations- und Sprachhandlungsfähigkeit,
  deren Faktoren und Formen speziell im Deutschunterricht erarbeitet
  werden, ist als Grundlage der Verständigung auch in anderen
  Unterrichtsgegenständen von großer Bedeutung.
- Indem besonders auch der Deutschunterricht Gelegenheit zur
  Problembegegnung und Problemerarbeitung gibt, fördert er das
  fachspezifische Problembewußtsein in den anderen
  Unterrichtsgegenständen.
- In Diskussion und Textbegegnung konfrontiert der Deutschunterricht
  die Schüler mit Grundfragen persönlicher Einstellung und sozialer
  Haltung; damit bietet er auch auf dieser Ebene die Möglichkeit zur
  Querverbindung mit anderen Unterrichtsgegenständen.
- Indem der Deutschunterricht auf Verständigungsfähigkeit und
  Verständigungsbereitschaft abzielt, fördert er sowohl das
  Verständnis für die mannigfaltigen Sozialformen des Unterrichts als
  auch das fächerübergreifende und projektorientierte Arbeiten.

Lerninhalte

  Teillernbereiche

Sprachliches Gestalten:
- Die im Deutschunterricht geübten verschiedenen Gesprächs- und
  Sozialformen fördern die Fähigkeit zur Verständigung auch in den
  anderen Unterrichtsgegenständen.
- Die Übungen im mündlichen sprachlichen Gestalten (Sprechen) sollen
  die Fähigkeit zu sinnvollem Fragen und Argumentieren in allen
  Unterrichtsgegenständen steigern.
- Indem der Deutschunterricht Formen schriftlichen Gestaltens einübt,
  stellt er den anderen Unterrichtsgegenständen Techniken der
  Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung zur Verfügung
  (zB Exzerpt, Kurzfassung, Protokoll, Umsetzen von Visuellem in
  Sprache).
- Übungen im sinnerfassenden und sinnvermittelnden Lesen tragen dazu
  bei, Sachliteratur aller Unterrichtsgegenstände besser zu
  verstehen.

Sprachbetrachtung:
- Der Deutschunterricht bietet Grundlagen zur kontrastiven
  Sprachbetrachtung in den Fremdsprachen (zB Bedeutungsbeziehungen,
  Tempus, Modus); ebenso zu Problemen des Übersetzens.
- Die Sprachbetrachtung stellt im Rahmen der Einführung in die
  Semiotik grundlegende Einsichten für diejenigen
  Unterrichtsgegenstände bereit, in denen symbolische und ikonische
  Zeichen eine besondere Rolle spielen (zB Mathematik, Physik,
  Chemie, Geographie und Wirtschaftskunde, Biologie und Umweltkunde,
  Bildnerische Erziehung, Musikerziehung, Darstellende Geometrie).

Literaturbetrachtung:
- Die Behandlung von Texten führt zu vertieftem Verständnis für
  politische, ökonomische, soziale, wissenschaftliche und
  künstlerische Entwicklungen und Zusammenhänge (zB Religion,
  Geschichte und Sozialkunde, Psychologie und Philosophie).
- Durch die Literaturbetrachtung trägt der Deutschunterricht zum
  Verständnis von Werken der Bildenden Kunst und der Musik bei
  (Bildnerische Erziehung und Musikerziehung). Dadurch schafft er
  Voraussetzungen für eine fächerübergreifende Einsicht in die
  materiellen und ideellen Zusammenhänge einer Epoche.

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Am Oberstufenrealgymnasium:
  In der 5. Klasse soll durch eine den Kenntnissen der Schüler
angepaßte Wiederholung des wesentlichen Lehrstoffs der Unterstufe
gesichert werden, daß von einem einigermaßen gleichen Kenntnisniveau
zur Bewältigung des Lehrstoffs ausgegangen werden kann.
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