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Übersicht Oberstufe
Wahlpflichtgegenstand Geographie und Wirtschaftskunde
Geographie und Wirtschaftskunde
am Gymnasium und Realgymnasium
Allgemeiner Teil des Lehrplans
Bildungs- und Lehraufgabe: Wie am Gymnasium und am Realgymnasium, mit folgenden Abweichungen: Lehrstoff: 7. Klasse (3 Wochenstunden): Zum Thema 1 ,,Gesamtwirtschaftliche Leistungen und Probleme'': Ergänzendes Lernziel: Die Bedeutung des privaten und öffentlichen Konsums als wichtigen Wirtschaftsfaktor beweisen. Ergänzende Lerninhalte: Die Bedeutung des österreichischen Binnenmarktes, Konsum und Konjunkturentwicklung. Zum Thema 3 ,,Wirtschafts- und Sozialpolitik'': Ergänzende Lernziele: Die Mechanismen des Geld- und Kapitalmarktes und des Zahlungsverkehrs kennen und ihre Bedeutung für den wirtschaftlichen Alltag einschätzen lernen. Die wesentlichsten Formen der Steuern und Abgaben erfassen und die Folgewirkungen steuerpolitischer Maßnahmen beurteilen. Das soziale Netz als Instrument des Wohlfahrtsstaates zur Schaffung sozialer Gerechtigkeit kennen und sozialpolitische Maßnahmen als Teil der Gesellschaftspolitik verstehen. Konsumentenschutzmaßnahmen kennen sowie Verbraucherinteressen privat und öffentlich vertreten. Ergänzende Lerninhalte: Geldschöpfung, Geldarten, Formen des Zahlungsverkehrs anhand praktischer Beispiele, Funktionen und Arten der Kreditinstitute, Kapitalmarkt, Wertpapiere an Börsen, Versicherungswirtschaft, Arten der Steuern, praktische Hinweise zur Lohn- und Einkommensteuerpflicht, wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte der Steuerpolitik, Grundriß der Sozialversicherung und anderer sozialer Einrichtungen, Konsumentenschutz und Produkthaftung an Fallbeispielen. Zum Thema 4 ,,Arbeitswelt und Unternehmen anhand von Betriebserkundungen'': Ergänzende Lernziele: Wesentliche Bereiche des betrieblichen Rechnungswesens kennen und seine Rolle für unternehmerische Entscheidungen abschätzen. Die Stellung eines Unternehmens in seinen Marktbeziehungen kennenlernen und die Bedeutung von Marktpflege und Marktbeobachtung verstehen. Einblicke in die Formen der Unternehmensführung und Fragen der Arbeitsorganisation gewinnen. Ergänzende Lerninhalte: Finanzierungsformen, Investitionsformen, Kostenrechnung, Rentabilität, Erfolgsrechnung, Marktformen, Einkaufs- und Absatzmarkt, Marktforschung, Markterschließung, Vertriebsformen, Produktpolitik, Exportorientierung, Handelsgepflogenheiten, Marketing, Führungsstile, inner- und außerbetriebliche Organisation, technische und organisatorische Innovationen anhand konkreter Beispiele. Zum Thema 6 ,,Ökologie- und Umweltprobleme'': Ergänzendes Lernziel: Zusamenhänge zwischen Konsumverhalten und Umweltbeeinträchtigungen an Beispielen erkennen. Ergänzende Lerninhalte: Massenkonsum, Versorgung, Entsorgung, Freizeitverhalten und Raumbedarf. Ergänzendes Thema: 7. Berufe und Berufswahl Lernziele: Arbeitsplatzsituation der realen Berufswelt erfahren Qualifikation und Leistung in verschiedenen Berufen kennenlernen Berufsbilder im Zusammenhang mit dem Praktikum analysieren. Lerninhalte: Arbeitsplatzbedingungen, menschliche und berufliche Erfordernisse. 8. Klasse (3 Wochenstunden): Zum Thema ,,Kraftfelder der Weltwirtschaft und Weltpolitik'': Ergänzende Lernziele: Wirtschaftliche Disparitäten innerhalb der EG analysieren. Auswirkungen der Europäischen Integration auf das persönliche Umfeld des Schülers. Ergänzende Lerninhalte: Strukturschwache und strukturstarke Regionen, regionale Förderungsmaßnahmen, Arbeitsplatzwahl und Berufschancen, Konsequenzen für den persönlichen Konsum. Zum Thema 2 ,,Fragen des Welthandels'': Ergänzendes Lernziel: Ziele und Funktion internationaler Handelsabkommen beschreiben. Ergänzende Lerninhalte: Zollabkommen, Warenabkommen, Zahlungsmodalitäten. Zum Thema 3 ,,Wahrnehmung von Völkern und Staaten'': Ergänzendes Lernziel: Eine Urlaubsreise planen. Didaktische Grundsätze: Der Lehrplan sieht für jede Klasse ein Jahresthema vor. Dieses ist in mehrere Einzelthemen gegliedert. Die Reihenfolge der Einzelthemen kann vom Lehrer abgeändert werden. Jedem Einzelthema sind Lernziele und Lerninhalte zugeordnet. Die Lernziele umschreiben jene Kenntnisse, Einsichten und Fertigkeiten, die unbedingt zu erreichen sind und die das Basiswissen und die Grundqualifikationen darstellen. Die Lerninhalte dienen dem Erreichen der Ziele. Die Auswahl, Reihung, Ergänzung oder ein eventuelles Ersetzen durch neue Inhalte ist vom Lehrer selbst vorzunehmen. Dabei sind folgende Kriterien zu beachten: - die Schüler- und Klassensituation - der aktuelle Bezug - die exemplarische Bedeutung - die Transfermöglichkeit - die fächerübergreifenden Aspekte - die Unterrichtsprinzipien. Das intensive Befassen mit den Inhalten der einzelnen Themen und die Sicherung eines echten Lernprozesses sind dem oberflächlichen Erwerb von Wissensstoff vorzuziehen. Bei der Konkretisierung des Lernprozesses geht es darum, mit welchen Unterrichtsverfahren und Medien geographisch-wirtschaftskundliche Sachverhalte, Zusammenhänge und Einsichten für die Schüler aufgeschlossen werden können. In der Oberstufe werden höhere Anforderungen an die Sachorientierung und Selbständigkeit gestellt als in der Unterstufe. Es soll in jeder Klasse Unterrichtseinheiten geben, in denen die Schüler durch die unmittelbare Auseinandersetzung mit der Realität lernen. Die Realbegegnung (Lehrausgang, Exkursion) mit dem Raum (Landschaft) und dem Betrieb (Wirtschaft) in Form von aktivem Erkunden wie Beobachten, Sammeln, Protokollieren, Zeichnen, Fotografieren ua. ist motivierend. Die dadurch gewonnenen Sachkenntnisse sollen aber auch eine Hilfestellung für selbständiges und verantwortungsbewußtes Handeln und Mitgestalten ermöglichen. Im Unterricht soll die Aktivität des Lernenden im Vordergrund stehen. Daher sind verstärkt Unterrichtsverfahren einzusetzen, die zu eigenständiger und kritischer Informationsverarbeitung führen. Methoden zur Aneignung neuen Wissens und Könnens sind zu entwickeln. Das selbständige Erkennen von Problemen und die Selbstfindung von Wegen zu ihrer Lösung sind zu üben. Modell- und Theoriebildung sind als Hilfe bei der Bewältigung der Informationsfülle zu erkennen. Daher kommt Fallstudien, projektartigen Unterrichtsverfahren bzw. fächerübergreifenden Projekten und didaktischen Spielen in jeder Klasse besondere Bedeutung zu. Der computergestützte Unterricht bietet Möglichkeiten, die in Informatik erworbenen Grundfertigkeiten sachbezogen einzusetzen und zu erweitern. Querverbindungen: Religion: Einsicht in den Zusammenhang zwischen Kulturfaktoren und der Sozial- und Wirtschaftsstruktur. Wechselwirkung von Lebensraum, Religion, Wirtschaft und Politik. Gliederung der Erde nach kulturellen Gesichtspunkten. Deutsch: Verbale Auflösung von Statistiken und Graphiken. Medienanalyse zum aktuellen Zeitgeschehen. Textverwertung. Werbung und Verbrauchererziehung. Lebende Fremdsprachen: Benützen fremdsprachiger Texte und Informationen. Politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Gegenwartsprobleme. Landeskunde. Geschichte und Sozialkunde: Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel. Grundziele der Wirtschaftspolitik. Darstellung politischer und wirtschaftlicher raumgebundener Vorgänge. Bevölkerungsentwicklung und gesellschaftliche Strukturen. Ausbreitung der industriellen Entwicklung. Merkmale und Probleme der Entwicklungsländer. Entwicklung des Arbeits- und Sozialrechts in Österreich. Kraftfelder der Weltwirtschaft und -politik. Mathematik: Berechnung, Darstellung und Interpretation von Sachverhalten. Bearbeiten von Themen aus den Bereichen Geldwesen und Wirtschaft. Biologie und Umweltkunde: Umweltbeobachtung. Konflikte zwischen Ökonomie und Ökologie. Probleme der Welternährung. Landschaftspflege und Naturschutz. Formen der Landschaft, Ökosysteme. Rassenkonflikte und ethnische Probleme. Landschaftsökologische Zonen. Chemie: Nutzung natürlicher Ressourcen. Verteilung und Produktion weltwirtschaftlich wichtiger Rohstoffe. Fragen des Energiehaushalts. Umweltprobleme und -belastungen durch den wirtschaftenden Menschen. Physik: Technologie und Gesellschaft. Energieprobleme Österreichs, Energiewirtschaft und -politik. Psychologie und Philosophie: Soziale Strukturen. Meinungsbildung und Meinungsmanipulation. Zusammenhänge von Wert, Norm und Lebensform. Verantwortung gegenüber Mitwelt und Umwelt. Beruf und Wirtschaft. Musikerziehung: Musik und Tanz in Landschaft und Kultur. Bildnerische Erziehung: Die Bedeutung von Umweltwahrnehmung und -bewertung für das menschliche Handeln. Raumbetrachtung und Raumerleben im städtischen bzw. ländlichen Raum. Notwendigkeit aktiver Raumgestaltung (Raumordnung). Landschaftsschutz und Ortsbildpflege. Apparative Medien. Darstellende Geometrie: Darstellung der Erde oder von Ausschnitten der Erdoberfläche. Abbildungsverfahren für geographische und wirtschaftskundliche Zwecke. Haushaltsökonomie und Ernährung: Lebensmittelproduktion. Konsumverhalten, Marktsituation. Weltwirtschaft und Welternährung. Räumliches Sozialverhalten, Wohnen. Haushalt. Arbeitsorganisation.
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