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Übersicht Oberstufe
(Klavier, Orgel, Elektronische Orgel, Gitarre, Blockflöte, Querflöte, Oboe, Fagott, Klarinette, Saxophon, Horn, Trompete, Posaune, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello, Kontrabaß, Vokalunterricht)
Allgemeiner Teil des Lehrplans
Bildungs- und Lehraufgabe:
Ziel des Unterrichtes sind sowohl Kenntnisse und Fertigkeiten im
Instrumentalspiel als auch die praktische Ergänzung zu den in
Musikerziehung erworbenen Fähigkeiten.
Den Schülern sollen die vielfältigen Möglichkeiten des praktischen
Musizierens und eine aktive Anteilnahme am Musikleben ermöglicht
werden. Außerdem ist der Instrumentalunterricht als Beitrag zur
Persönlichkeitsbildung des heranreifenden Jugendlichen zu verstehen.
Lehrstoff:
Klavier
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Polyphone Literatur. Leichte Klavierstücke aus
verschiedenen Epochen und Stilen. Blattspielübungen. Vierhändiges
Klavierspiel. Begleitung von Liedern und Instrumentalmusik.
Popularmusik und Bluesimprovisation. Tänze und Lieder aus der
Volksmusik. Auswendigspielen (nach eigener Wahl).
Nach Möglichkeit Mitwirken bei Spiel- und Ensemblemusik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Klavierstücke verschiedener Stile und Epochen
mit gesteigerten Anforderungen. Blattspielübungen.
Vierhändiges Klavierspiel. Lied- und Instrumentalbegleitung.
Beispiele aus den verschiedenen Rockstilen und einfache Nummern aus
der Jazzliteratur. Weiterführung der Jazzimprovisationsübungen. Tänze
und Lieder aus der Volksmusik, auch in eigenem Arrangement.
Auswendigspiel (nach eigener Wahl).
Nach Möglichkeit Mitwirken bei Spiel- und Ensemblemusik.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Schwierigere Etüden und anspruchsvollere
Beispiele aus der Klavierliteratur. Blattspielübungen und Lied- bzw.
Instrumentalbegleitung.
Aktuelle Rock- und Jazzstile. Improvisation nach Akkordsymbolen.
Nach Möglichkeit Mitwirken bei Spiel- und Ensemblemusik.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Festigen und Erweitern des bisher erarbeiteten
Lehrstoffs. Anspruchsvollere Solo- und Ensembleliteratur
verschiedener Epochen.
Aktuelle Rock- und Jazzstile. Modale Improvisation.
Blattspielen. Lied- und Instrumentalbegleitung.
Übersicht über die Entwicklung des Klaviers und seiner Literatur in
allen bisher erarbeiteten Bereichen.
Orgel
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Pedalübungen, Triostudien, Aufführungspraxis (Registrieren)
verschiedener nationaler Schulen, Einführung in die Ornamentik,
Präludien, Toccaten und Fugen des Barock.
Improvisationsübungen, auch in Imitationstechnik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Weiterführende Pedalübungen, Triostudien, Cantus-firmus-Literatur,
Ornamentik, Spielliteratur des deutschen und des französischen
Barock, leichte Vortragsstücke der Romantik.
Improvisationsübungen mit gesteigerten Anforderungen.
Geschichte der Orgel.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Pedaletüden. Choralvorspiele aus allen Stilepochen.
Improvisationen, auch solche einfacher Fughetten.
Funktion und Bau der Orgel.
Geschichte der Orgel.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Repräsentative Orgelwerke aller Stilepochen.
Große Choralwerke aller Stilepochen.
Improvisationsübungen mit verschiedenen Satztechniken.
Geschichte der Orgel und des Orgelbaus.
E-Orgel
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Pedalübungen in Sekunden und Terzen. Grundrhythmen im Pedalspiel.
Unabhängigkeit beider Hände. Zu gegebenen Akkordfolgen Pedal- und
Manualimprovisationen in einfachen Anforderungen. Spielen einfacher,
pedalfreier Barockliteratur.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Fortführen der Übungen in Pedal- und Manualtechnik.
Improvisation in verschiedenen Stilrichtungen. Spielliteratur
mittleren Schwierigkeitsgrades in Rock und Jazz.
Barockliteratur mit Stummelpedaltechnik.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Fortführen der technischen Übungen mit gesteigerten Anforderungen.
Pedal- und Manualimprovisationen in aktuellen Jazz- und Rockstilen.
Cembaloliteratur und in Umfang und Schwierigkeit geeignete
Klavierliteratur.
Arrangieren von ausgewählten Musikstücken aus Rock und Jazz für
elektronische Orgel.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Anspruchsvollere Spielliteratur aus Jazz, Rock-, Volks- und
Tanzmusik. Eigenständiges Arrangieren von Musikstücken verschiedener
Stile und Stilepochen für E-Orgel.
Weiterführen von Improvisationsübungen. Keyboard- und
Synthesizerspieltechnik.
Überblick über die Geschichte der klassischen und der
elektronischen Orgel und ihre Literatur.
Gitarre
(gegebenenfalls auch Einbeziehung von E-Gitarre und E-Baß)
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Studien und Etüden. Akkordtechnik der Popularmusik. Dur-
und Molldreiklänge im Lagenwechsel. Spielliteratur aus Renaissance,
Barock und Klassik. Erfindungs- und Gestaltungsübungen.
Motiverfindungs- und -ergänzungsübungen. Liedspiel aus dem
Gedächtnis. Folk- und Tanzmusik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Fortführen der technischen Übungen und Etüden mit gesteigerten
Anforderungen.
Liedbegleitung nach Noten. Übungen im Blattspiel und im
Transponieren. Gemeinsames Musizieren auch mit anderen Instrumenten.
Melodieerfindungs- und -ergänzungsübungen. Leichte Solo- und
Kammermusik verschiedener Stilepochen. Chordplay in Jazzstandards.
Bluesimprovisation.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Fortführen der technischen Übungen. Etüden mit gesteigerten
Anforderungen. Tonleitern, erweiterte Kadenzen in den gebräuchlichen
Tonarten. Spiel in höheren Lagen.
Transponieren von Melodie und Begleitung.
Solo- und Ensemblespiel. Improvisations- und Gestaltungsübungen mit
gesteigerten Anforderungen.
Improvisation und Akkordsymbolen.
Spielliteratur möglichst aus allen Stilepochen. Die Gitarre in
Folklore und Unterhaltungsmusik, im Jazz und in der Kunstmusik des
20. Jahrhunderts.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten. Technische
Übungen und Etüden bei gesteigerten Anforderungen. Tonleitern,
Kadenzen, Liedbegleitung und Spielgut in technisch schwierigen
Tonarten.
Ensemblespiel und Improvisation im aktuellen Jazz- und Rockstil.
Schwierigere Solo- und Kammermusik aus verschiedenen Epochen.
Übersicht über die Entwicklung der Gitarre und ihre Literatur.
Blockflöte
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Kennenlernen der Blockflötenfamilie, womöglich auch der
Renaissanceflöten.
Transpositionsübungen. Verwendung bisher erarbeiteter Literatur für
die neuen Instrumente; neue Spielliteratur (Solo und Ensemble, auch
mit anderen Instrumenten). Hilfsgriffe.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Fertigkeit im Spiel auf Blockflöten verschiedener Stimmlage.
Zunehmendes Gewicht auf Kammermusik (Intonation, Artikulation,
Phrasierung, Dynamik, Verzierungen). Improvisatorische Übungen.
Ausgewählte Beispiele aus der Literatur.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Gesteigerte Anforderungen; Schwergewicht gegebenenfalls wieder auf
der Altflöte.
Technik: auswendig gespielte chromatische und Ganzton-Studien,
Intervallübungen durch den chromatischen Tonraum.
Schwierigere Ensemblemusik verschiedener Epochen. Solo- und
Kammermusik des Barock und des 20. Jahrhunderts.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Gesteigerte Anforderungen. Ausgewählte Beispiele aus der Literatur.
Überblick über die Geschichte der Blockflöte und ihre Literatur.
Querflöte
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Mittelschwere Etüden. Erlernen komplizierter Spieltechniken
(Doppelzunge, Tripelzunge, Flatterzunge).
Barocke Kammermusik, mittelschwere Literatur der Wiener Klassik.
Jazz und jazzverwandte Literatur.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Schwierigere Etüden. Aneignen neuer Spieltechniken zur Ausführung
zeitgenössischer Musik. Solo- und Ensemblespiel von Musik
verschiedener Epochen (gesteigerter Schwierigkeitsgrad).
Einfache Jazzimprovisationen.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigung der erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse.
Interpretationsfragen. Heranziehung der Musiktheorie.
Improvisieren nach Akkordsymbolen. Jazzimprovisation.
Hinweis auf Piccoloflöte und Altflöte.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Gesteigerte Anforderungen. Erziehung zu selbständigem Arbeiten und
kritischem Hören.
Überblick über die Geschichte der Flöte und ihre Literatur.
Oboe
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Weiterführen der technischen Übungen. Etüden und Tonleitern durch
alle Tonarten unter Einbeziehung des höchsten Registers. Solo- und
Ensembleliteratur, zT auch transponiert. Stilfragen.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Schwierigere Etüden und Spielliteratur. Erweiterung des Repertoires
auf angemessene Konzerte.
Bearbeiten des Rohrblattes und detaillierte Instrumentenpflege.
Improvisationsübungen. Duettspiel und Zusammenspiel mit anderen
Holzblasinstrumenten.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Ausbau des Repertoires (Kammermusik). Obligates Etüdenspiel.
Werkkundliche Betrachtungen.
Spieltechnik der Wiener Oboe im Vergleich zu anderen Schulen.
Hinweis auf Literatur für Englischhorn.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen und Erweiterung des bisher Erarbeiteten anhand
anspruchsvoller Literatur verschiedener Epochen und Stilrichtungen.
Überblick über die Geschichte der Oboe und ihre Literatur.
Fagott
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Weiterführen der technischen Übungen. Etüden und Tonleitern durch
alle Tonarten unter Einbeziehung des höchsten Registers. Solo- und
Ensembleliteratur, zT auch transponiert. Stilfragen.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Schwierigere Etüden und Spielliteratur. Erweiterung des Repertoires
auf angemessene Konzerte.
Bearbeiten des Rohrblattes und detaillierte Instrumentenpflege.
Improvisationsübungen. Duettspiel und Zusammenspiel mit anderen
Holzblasinstrumenten.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Ausbau des Repertoires (Kammermusik). Obligates Etüdenspiel.
Werkkundliche Betrachtungen.
Hinweis auf Literatur für Kontrafagott.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen und Erweitern des Erarbeiteten an Hand anspruchsvoller
Literatur verschiedener Epochen und Stilrichtungen.
Überblick über die Geschichte des Fagotts und seiner Literatur.
Klarinette
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Weiterführen der technischen Übungen. Etüden und Tonleitern (durch
alle Tonarten) unter Einbeziehung des höchsten Registers. Solo- und
Ensembleliteratur, zT auch transponiert (besondere Berücksichtigung
der originalen Klarinettenliteratur). Stilfragen.
Entscheidung zwischen Boehm- und Albertsystem.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Schwierigere Etüden und Spielliteratur. Erweiterung des Repertoires
auf angemessene Konzerte.
Bearbeiten des Klarinettenblattes und Einführung in die
Instrumentenpflege.
Improvisationsübungen. Die Klarinette in der Folklore und im Jazz.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Ausbau des Repertoires (Kammermusik). Obligates Etüdenspiel.
Leichte Spielstücke aus der Jazzliteratur. Selbständiges
Chorusspiel.
Hinweis auf Literatur für Baßklarinette.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen und Erweitern des bisher Erarbeiteten anhand
anspruchsvoller Literatur verschiedener Epochen und Stilrichtungen.
Ausgewählte Jazzbeispiele aus den bedeutendsten Klarinettenstilen.
Jazzimprovisation und Ensemblespiel.
Überblick über die Geschichte der Klarinette und ihre Literatur.
Saxophon
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Weiterführen der technischen Übungen. Etüden und Tonleitern durch
alle Tonarten unter Einbeziehung des höchsten Registers. Solo- und
Ensembleliteratur, zT auch transponiert (besondere Berücksichtigung
der originalen Saxophonliteratur). Improvisationsübungen.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Schwierigere Etüden und Spielliteratur.
Bearbeiten des Blattes und detaillierte Instrumentenpflege.
Leichte Beispiele aus der Jazzliteratur. Selbständiges Chorusspiel,
auch im Ensemble.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Ausbau des Repertoires. Etüdenspiel obligat. Improvisation in
verschiedenen Stilrichtungen. Werkkundliche Betrachtungen.
Ensemblespiel.
Spezielle Spieltechniken des Sopran-, Alt-, Tenor- und
Baritonsaxophons.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen und Erweitern des bisher Erarbeiteten anhand
anspruchsvoller Literatur verschiedener Stilrichtungen. Ensemblespiel
und Improvisation in aktuellen Jazz- und Rockstilen.
Horn
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Weiterführung der Übungen zur Atemtechnik, Ansatzübungen und
Intonationsübungen (eventuell für ,,hohes'' oder ,,tiefes'' Horn).
Tonleitern und Akkordzerlegungen in größerem Tonumfang.
Solo- und Ensembleliteratur. Volks- und Tanzmusik.
Transpositionsübungen und Blattspiel.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Detaillierte Instrumentenpflege.
Schwierigere Etüden und Spielliteratur. Anspruchsvollere Beispiele
aus Tanz- und Marschmusik.
Transpositionsübungen und Blattspiel.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Ausbau des Repertoires mit besonderer Berücksichtigung von Barock,
Klassik und Romantik.
Chromatik mit Stopftechnik.
Ausgewählte Beispiele für das ,,Wiener Horn''.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen und Erweitern des bisher Erarbeiteten anhand
anspruchsvoller Literatur verschiedener Stilrichtungen.
Überblick über die Geschichte des Horns und seine Literatur.
Trompete
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Fortführen der technischen Übungen. Tonbildungsübungen. Tonumfang
bis b. Tonleitern und Akkordzerlegungen im Quintenzirkel über
2 Oktaven. Beginn mit technischen Übungen wie einfaches Staccato in
allen Rhythmen, Lippenbindungen, Staccato - Legato gemischt,
punktierte Rhythmen, Synkopen usw.
Angemessene Spielstücke und Etüden. Transponieren in C.
Gruppenspiel. Beispiele aus volkstümlicher Blasmusik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Tonbildungs- und Höhenübungen bis c'''. Tonleitern und
Akkordzerlegungen im vollen Umfang. Fortführen der technischen
Übungen. Etüden. Vortragsstücke. Lippenentspannungsübungen in der
Pedallage.
Leichte Sonatinen für Trompete und Klavier. Transponieren in C, Es,
F, A, D. Spielmusik für Bläser in Gruppen. Einfache Nummern aus der
Tanzmusik.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Fortführen der technischen, der Tonleiter- und Akkordübungen,
Zungenstoßübungen mit Triolenzunge und Doppelzunge. Signale,
Orchesterstudien, Rufe.
Einführung in die Harmonielehre der Klassik und des Jazz.
Artikulation des Jazz. Improvisationsübungen. Einführung in
verschiedene Jazz-Stilrichtungen. Zusammenspiel in Gruppen.
Transponieren mittelschwerer Übungen in C, Es, F, A, D, E.
Geeignete klassische Literatur für Trompete und Klavier. Spielmusik
für Bläser in Gruppen.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen der erarbeiteten Kenntnisse und Fähigkeiten. Blattspiel
leichterer Etüden. Geeignete Literatur für Trompete und andere
Instrumente.
Improvisieren leichterer Jazzmelodien und -harmonien.
Sonaten- und Konzertliteratur. Gruppenspiel für Bläser. Überblick
über die Geschichte der Trompete und ihre Literatur.
Posaune
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Fortführen der technischen Übungen. Kontrollübungen. Technische und
Vortragsetüden. Leichte Vortragsstücke. Tonleitern über zwei Oktaven.
Schwerpunkt auf dem Legato der Zugposaune. Gruppenspiel.
Beispiele aus volkstümlicher Blasmusik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische und Kontrollübungen. Technische und Vortragsetüden.
Legatospiel. Doppel- und Triolenzunge. Der Violinschlüssel - der
Tenorschlüssel. Vibrato. Glissando. Dämpfer. Vortragsstücke.
Gruppenspiel. Nummern aus der Tanzmusik.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen mit besonderer Berücksichtigung der Tonleitern
und Akkordzerlegungen in verschiedenen Artikulierungen. Verzierungen.
Altschlüssel. Mittelschwere Etüden.
Stilistik alter Musik. Einführung in die Harmonielehre der Klassik
und des Jazz. Artikulation des Jazz. Improvisationsübungen mit kurzen
Perioden. Einführung in verschiedene Jazz-Stilrichtungen.
Zusammenspiel in Gruppen.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigen der erarbeiteten Kenntnisse und Fähigkeiten. Technische
Übungen mit gesteigerten Anforderungen.
Stilstudien verschiedener Epochen. Die neue Musik und ihre
Notierung. Leichte Konzerte und Sonaten. Der Dämpfer im Jazz.
Gruppenspiel mit wechselnden Besetzungen unter Berücksichtigung der
Literatur verschiedener Stilepochen.
Überblick über die Geschichte der Posaune und ihre Literatur.
Schlagzeug
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Hi-Hat. Kleine Trommel, große Trommel und Schlagbecken
(Stockschlag, Kantenschlag), Tom-Toms und Tuschbecken im Swing- und
Rockrhythmus.
Fünfvierteltakt, Siebenvierteltakt. Unabhängigkeit der Hände im
Swing- und Rocktempo.
Lateinamerikanische Rhythmen. Improvisationsübungen.
Förderung des Melodie- und Harmoniedenkens.
Entwicklung des Solospiels. Übungen in Volks- und Tanzmusik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Dreier-, Vierer- und Sechserwechsel im Kleine-Trommelschlag,
Paradiddleschlag (einfach, zweifach, dreifach). Zwei- und dreifacher
Prellschlag.
Synkopierte Wirbel (Vierer, Dreier- und Sechserwechsel).
Weiterführen der Übungen zur Unabhängigkeit der Hände und Füße.
Improvisationsübungen.
Lateinamerikanische Rhythmen (Mamma-dadda-Wirbel)
Weiterentwickeln des Solospiels. Übungen in Volks- und Tanzmusik.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Anspruchsvollere Übungen im Swing-Tempo mit Viererschlag und
Viererwirbel.
Jazzbeispiele mit Mamma-Dadda-Schlag und Paradiddle-Schlag.
Technik des offenen Wirbels (auch im Rock-Tempo).
Jazzbeispiele mit Fünfer- und Sechserwirbel.
Improvisationsübungen.
Solospiel.
Aktuelle Rockstile, auch mit Zweifußmaschinen.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Technik und Verwendung des synkopierten Wirbels (Viererwechsel,
Dreier- und Sechserwechsel).
Jazzbeispiele mit ausgeschlagenem Wirbel.
Bluesbeispiele mit einfachem Vorschlag.
Jazzbeispiele mit gepreßten und ausgeschlagenen Vorschlägen.
Unabhängigkeit der Hände in verschiedenen Tanztempi.
Improvisationsübungen.
Solospiel.
Violine
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Erweiterung des Lagenspiels und der Technik der
rechten Hand. Vibratoübungen. Doppelgriffe, Flageoletspiel.
Etüden. Studienkonzerte. Ensemblespiel. Literatur aus verschiedenen
Epochen. Einführung in Fragen des Stils und der Verzierungstechnik.
Literatur aus der Volksmusik, Country- und Westernmusik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Festigung des Lagenspiels und des
Lagenwechsels. Schwierigere Rhythmen und Stricharten, insbesondere
mit Saitenwechsel, Vibratoübungen. Akkordstudien.
Etüden. Studienkonzerte. Literatur aus verschiedenen Epochen.
Spielmusik. Ensemblespiel. Volksmusik, Country- und Westernmusik.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Einführung in höhere Lagen anhand von
Tonleitern, Drei- und Vierklängen. Festigung der Bogentechnik.
Etüden. Studienkonzerte. Literatur aus verschiedenen Epochen.
Ensemblespiel.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen: Festigung der erarbeiteten Kenntnisse und
Fähigkeiten, Lagen- und Lagenwechselübungen. Festigung der
verschiedenen Stricharten.
Etüden. Spielmusik. Literatur aus verschiedenen Epochen.
Überblick über die Geschichte der Violine und ihre Literatur.
Viola
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Erweiterung des Lagenspiels und der Technik der
rechten Hand. Vibratoübungen. Doppelgriffe, Flageoletspiel.
Etüden. Studienkonzerte. Ensemblespiel. Literatur aus verschiedenen
Epochen. Einführung in Fragen des Stils und der Verzierungstechnik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Festigung des Lagenspiels und des
Lagenwechsels. Schwierigere Rhythmen und Stricharten, insbesondere
mit Saitenwechsel. Vibratoübungen. Akkordstudien.
Etüden. Spielmusik. Literatur aus verschiedenen Epochen.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Einführung in höhere Lagen anhand von
Tonleitern, Drei- und Vierklängen. Festigung der Bogentechnik.
Etüden. Studienkonzerte. Literatur aus verschiedenen Epochen.
Ensemblespiel.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen: Festigung der erarbeiteten Kenntnisse und
Fähigkeiten, Lagen- und Lagenwechselübungen. Festigung der
verschiedenen Stricharten.
Etüden. Spielmusik. Literatur aus verschiedenen Epochen. Überblick
über die Geschichte der Viola und ihre Literatur.
Violoncello
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Weiterentwicklung von Staccato und Spiccato.
Tonleitern in verschiedenen Stricharten. Gründliche Beherrschung
des Tonraums bis zur Oktav auf jeder Saite. 5. und 6. Lage.
Chromatische Tonleiter. Trillerübungen. Vibrato. Tonleitern und
Dreiklänge durch zwei Oktaven in allen Tonarten.
Literatur aus verschiedenen Epochen. Etüden. Blattspiel.
Kammermusik.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Daumenaufsatz. Etüden mit gesteigerten
Anforderungen.
Erweitern des Tonleiter- und Dreiklangsspiels. Ausbau der
Bogentechnik. Blattspiel. Literatur aus verschiedenen Epochen.
Kammermusik und Orchesterspiel.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Daumenaufsatz mit Wechsel über alle Saiten. Berücksichtigung des
4. Fingers. Vibrato mit dem Daumen. Tonleitern und Dreiklänge über
3 Oktaven. Terzen, Sexten, Oktaven durch 2 Oktaven.
Literatur aus verschiedenen Epochen. Mittelschwere Etüden.
Erziehung zur Selbständigkeit in Technik und Gestaltung. Kammermusik.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigung des Erarbeiteten. Tonleitern und Dreiklänge durch
4 Oktaven. Doppelgriffe durch 3 Oktaven. Quart-Flageolet mit Daumen
und 2. Finger. Schwierigere Etüden.
Literatur aus verschiedenen Epochen. Kammermusik in verschiedenen
Stilen. Überblick über die Geschichte des Violoncellos und seine
Literatur.
Kontrabaß
5. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Weiterentwicklung von Staccato und Spiccato.
Tonleitern in verschiedenen Stricharten. Gründliche Beherrschung
des Tonraums bis zur Oktav auf jeder Saite. 5. und 6. Lage.
Chromatische Tonleiter. Trillerübungen. Vibrato. Tonleitern und
Dreiklänge durch zwei Oktaven in allen Tonarten.
Literatur aus verschiedenen Epochen. Walking Bass im Blues.
Etüden. Blattspiel.
6. Klasse (2 Wochenstunden):
Technische Übungen. Daumenaufsatz. Etüden mit gesteigerten
Anforderungen.
Erweitern des Tonleiter- und Dreiklangsspiels. Ausbau der
Bogentechnik. Blattspiel. Literatur aus verschiedenen Epochen.
Baßlinien in Jazzstandards.
Kammermusik und Orchesterspiel.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Daumenaufsatz mit Wechsel über alle Saiten. Berücksichtigung des
4. Fingers. Vibrato mit dem Daumen. Tonleitern und Dreiklänge über
3 Oktaven. Terzen, Sexten, Oktaven durch 2 Oktaven.
Mittelschwere Etüden. Erziehung zur Selbständigkeit in Technik und
Gestaltung. Kammermusik und andere Literatur verschiedener Epochen.
Chorusspiel.
8. Klasse (2 Wochenstunden):
Festigung des Erarbeiteten. Tonleitern und Dreiklänge durch
4 Oktaven. Doppelgriffe durch 3 Oktaven. Quart-Flageolet mit Daumen
und 2. Finger. Schwierigere Etüden.
Kammermusik und andere Musik aus verschiedenen Stilepochen.
Überblick über die Geschichte des Kontrabasses und seine Literatur.
Vokalunterricht
5. Klasse (2 Wochenstunden)
Singtechnische Übungen zur Artikulation, zum Vokal- Register- und
Lagenausgleich unter besonderer Berücksichtigung der individuellen
Stimmentwicklung
Vokalismen im Legato und Staccato Phrasierung und Ausdrucksschulung
Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen in ein- und mehrstimmiger
Ausführung, begleitet und unbegleitet
Mehrstimmige Kompositionen und Chorsätze aus verschiedenen Epochen
Nummern aus Singspiel, Operette, Oper, Musical und Film
Spirituals und Beispiele aus Popularmusik und Jazz, auch unter
Zuhilfenahme des Mikrofons
Blattsingübungen
Selbständiges Finden von Zusatzstimmen.
6. Klasse (2 Wochenstunden)
Weiterführung der singtechnischen Übungen unter besonderer
Berücksichtigung der individuellen Stimmentwicklung
Phrasierung und Ausdrucksschulung
Erstellung eines persönlichen Übungsprogramms und Repertoires
Übungen zu Koloratur und Verzierung
Improvisatorischer Umgang mit der Stimme
Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen in ein- und mehrstimmiger
Ausführung, begleitet und unbegleitet
Mehrstimmige Kompositionen und Chorsätze aus verschiedenen Epochen
Nummern aus Singspiel, Operette, Oper, Musical und Film
Spirituals und Beispiele aus Popularmusik und Jazz, auch unter
Zuhilfenahme des Mikrofons
Blattsingübungen
Selbständiges Finden von Zusatzstimmen.
7. Klasse (2 Wochenstunden):
Arbeit am persönlichen Übungsprogramm und Repertoire
Übungen zu Koloratur und Verzierung
Improvisatorischer Umgang mit der Stimme
Lieder aus verschiedenen Stilrichtungen in ein- und mehrstimmiger
Ausführung, begleitet und unbegleitet
Mehrstimmige Kompositionen und Chorsätze aus verschiedenen Epochen
Nummern aus Singspiel, Operette, Oper, Musical und Film
Beispiele aus Popularmusik und Jazz, auch unter Zuhilfenahme des
Mikrofons
Blattsingen, auch von Literatur des 20. Jahrhunderts.
8. Klasse (2 Wochenstunden)
Festigung des erarbeiteten Repertoires im Solo- und Ensemblegesang
Vertiefte Ausdrucksschulung
Koloratur und Verzierung
Blattsingen und Improvisation mit gesteigerten Anforderungen, auch
anhand von Literatur des
20. Jahrhunderts
Orientierung in der Geschichte und den vielfältigen
Ausdrucksformen von Gesang.
Didaktische Grundsätze:
Im Interesse eines ertragreichen Unterrichts ist die Zusammenarbeit
der Musikerzieher und der Instrumentallehrer unerläßlich. Dabei ist
insbesondere auf die laufende Verknüpfung des theoretischen Bereichs
im Instrumentalunterricht mit den in Musikerziehung erworbenen
Kenntnissen und Einsichten Wert zu legen.
Für die Wahl des betreffenden Instruments ist eine entsprechende
Beratung notwendig; dabei ist festzustellen, ob die physischen
Voraussetzungen für das gewählte Instrument vorhanden sind. Auch die
Übungsmöglichkeiten sind in Betracht zu ziehen.
Der Gruppenunterricht stellt den Instrumentallehrer vor Aufgaben,
die besondere didaktische Vorbereitungen erfordern, damit alle
Schüler der Gruppe ständig am Unterrichtsgeschehen aktiv Anteil
nehmen können. Grundsätzlich ist zu vermeiden, daß der
Gruppenunterricht als eine verkürzte Form des Einzelunterrichtes
verstanden wird. Vielmehr ist mit der zweckmäßigen Erarbeitung des
technischen Übungsmaterials und dem allmählichen Bewältigen der
Spielliteratur des Instruments der planvolle Einsatz im Rahmen von
Kammermusik und Ensemblemusizieren anzustreben.
Da das Leistungsniveau bei den einzelnen Schülern einer Gruppe nach
Maßgabe der Musikalität, der manuellen Geschicklichkeit, der
Übungsmöglichkeit, der Art der Instrumente und anderer Faktoren meist
sehr unterschiedlich ist, sollen möglichst Schüler annähernd gleicher
Leistungsstufe in einer Gruppe zusammengefaßt werden.
Ein Überblick über beispielgebende Werke ist zu vermitteln. Auf
Lerninhalte des Pflichtgegenstandes Musikerziehung ist praktisch
Bezug zu nehmen. Gegebenenfalls sollen Meisterwerke für das
betreffende Instrument zum Zweck musikalisch-technischer Studien und
interpretatorischer Beobachtungen gehört werden.
Bei den Instrumentalstunden ist immer wieder auf eine sinnvolle Art
des häuslichen Übens hinzuweisen und exemplarisch zu zeigen, wie
dieses auch dann erfolgreich wird, wenn dafür wenig Zeit zur
Verfügung steht. - Gelegentliche Kontrolle mit Hilfe des Tonbandes
trägt dazu bei, Interesse und Freude am Üben zu fördern und das
kritische Urteilsvermögen zu schulen.
Für den Vokalunterricht gilt überdies:
Bei Beginn der stimmlichen Ausbildung ist entsprechend vorsichtig
und sachkundig vorzugehen. Dabei erweist sich der Gruppenunterricht
als günstig, da Singhemmungen beim gemeinsamen Singen leichter
abgebaut werden können.
Für das Einzelsingen ist es notwendig, ein entspanntes und
kooperatives Arbeitsklima zu schaffen.
Die Gesangsübungen sollten motivierend sein und in Zusammenhang
mit der Vorstellungswelt der jeweiligen Altersstufe stehen.
Ein die Übungen begleitendes Bewegungsrepertoire aus Gesten, die
im Einklang mit der Atemführung sind und an denen Balance- und
Bewegungsgefühl geschult werden können, soll als methodisches
Hilfsmittel herangezogen werden.
Anhand der Singliteratur ergeben sich solche Gesten aus der
jeweiligen Textzeile oder dem musikalischen Verlauf. Ebenso sind
Phrasierung und Ausdruck als stimmbildnerische Hilfen zu sehen. Auch
aus der Erziehung zum resonanzreichen Sprachklang und der
differenzierten stimmlichen Darstellung eines Textes kann viel für
die Stimmbildung gewonnen werden.
Auf Förderung des Textverständnisses und Verbesserung der
Textdeutlichkeit ist besonderer Wert zu legen.
Es ist darauf zu achten, daß die Stimmen der Schüler nicht nur
verschiedene Umfänge, sondern auch individuelle Positiva und Negativa
bezüglich Vokalisation und Registermischung aufweisen. Gegebenenfalls
sollen Korrekturen der Sprechtonlage, des Sprechtempos und der
Lautstärke vorgenommen werden.
Grundsätzlich ist von einer für den einzelnen Schüler angenehmen
Lage und vom am besten gebildeten Vokal auszugehen.
Beim häufig vorkommenden Registerbruch sind vorwiegend Übungen,
die von der höheren in die tiefere Lage führen, anzuraten.
Bei den Übungen wird man im allgemeinen von kürzeren zu längeren
Atemphrasen, von kleineren zu größeren melodischen Verläufen, von der
Mittellage zur Höhe und Tiefe, vom Mezzoforte zu Forte und Piano
vorgehen.
Besonderes Augenmerk ist auf druckfreies, nicht angestrengtes
Singen zu legen.
Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die Schonung während der
Mutationsphase oder bei Erkältungen zu sehen.
Bei gesunder Stimme kann der Grad der Beanspruchung bezüglich
Atemlänge, Stimmumfang und Lautstärke allmählich, im Sinne eines
dosiert aufgebauten Konditionstrainings, gesteigert werden.
Das Abhören von Tonbandaufnahmen der eigenen Stimme kann für den
Schüler eine wertvolle Hilfe sein.
Gemeinsame Besuche von Gesangsveranstaltungen (Oper, Liederabend,
Chorkonzert, Musical, Popkonzert ...) mit Nachbesprechung sind ein
wichtiger Beitrag zum Erwerb kritischen Urteilsvermögens.
Der Gebrauch des Mikrofons beim Singen soll nicht mangelndes
stimmliches Volumen verdecken, sondern eine zusätzliche Bereicherung
darstellen, deren Technik erlernt werden muß.
Die Auswahl der Singliteratur soll neben technischen Aspekten auch
Schülerinteressen berücksichtigen. Stilistische Vielfalt ist aus
Gründen der Motivation und des Erwerbs einer differenzierten
Stimmgebung anzustreben. Dabei soll auf die jeweiligen Lehrinhalte
der Musikerziehung praktisch Bezug genommen werden.
Dies ist ein Service der

Österreichischen Professoren Union