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Übersicht Oberstufe
Allgemeiner Teil des Lehrplans
(6 Wochenstunden):
Thematische Bereiche (Gesprächs-, Lese- und Hörstoff)
Texte - auch Dialoge - aus dem Erlebnisbereich der Schüler mit
gelegentlichen Hinweisen auf englische und amerikanische
Verhältnisse; außerdem Gedichte, Lieder, Anekdoten, Erzählungen.
Ausdrucksmittel
Wortschatz:
Der Wortschatz richtet sich nach den Bedürfnissen, wie sie sich aus
der Befassung mit den unter ,,Thematische Bereiche'' angeführten
Gebieten ergeben.
Sprachfunktionen:
Sprachliche Mittel struktureller wie idiomatischer Art, die die
Schüler dazu hinführen sollen,
- Sozialbezüge herzustellen und fortzuführen
- Kommunikation sicherzustellen
- Stellung zu nehmen
- Wünsche und Bitten zu äußern
- Gefühle und Meinungen auszudrücken
- Handlungen zu veranlassen, zur Unterlassung aufzufordern
- Informationen zu geben, sich nach dem Befinden, nach Wünschen,
Meinungen usw. zu erkundigen sowie um Stellungnahme oder
Information zu bitten.
Grammatikalisch-strukturelle Kategorien
Die im folgenden angeführten Bereiche sollen nicht punktuell oder
losgelöst vom übrigen Unterricht behandelt werden.
Es sind folgende Schwerpunkte zu setzen:
1. Der einfache Satz und nähere Bestimmungen durch Objektsangabe und
adverbielle Bestimmungen (Art und Weise, Raum, Zeit, Begründung)
sowie Ausdruck von Bedingung und Folge in einfachen, gängigen
Beispielen, aber auch nähere Bestimmungen durch einschränkende
Relativsätze - insbesondere auch ohne Relativpronomen.
Das bedeutet im einzelnen:
- Gerade Wortfolge in positiven Feststellungen, Verwendung von
Adjektiv und Adverb
- Fragesatz, zum Einholen von Information bzw. Negation zum
Verneinen, aber auch zum Ausdruck anderer Sprachfunktionen wie
Widerspruch und Korrektur (But she can't. No, he doens't), so
weit sie sich im Rahmen häufiger kommunikativer
Verwendungszusammenhänge bewegen.
- Bedingungssätze insbesondere nach folgenden Mustern: If it gets
worse, you'll get wet. If I knew, I would tell you. Sowie
zumindest verstehensmäßig: If she had learned the new words,
she would know them/would have known them.)
- Indirekte Ausdrucksweise, etwa zum Berichten (In his letter he
says . . . She said she would . . . He asked/told them
to . . .), soweit es sich um unkomplizierte, alltägliche Fälle
handelt.
- Passive Ausdrucksweise (non-progressive; offensichtliche
Zeitverhältnisse) insbesondere in Fällen ohne Angabe des Täters.
2. Die häufigsten Satzverknüpfungen zB mit and, but, so (=therefore),
when, if, because, that, which, who.
3. Tätigkeiten und Zustände
Darunter fallen etwa:
- Zustandsverben (und deren nähere Bestimmung): was/looked/got
angry
- Aktionsverben (und deren nähere Bestimmung): left (quickly),
shouted (angrily)
- Modalverben und ihrer funktionalen Verwendung (I can/may/must do
it).
4. Zeit und Aspekt
- gegenwärtig/vergangen/zukünftig
- perfective aspekt (unfinished, limited duration: I'm staying
with a friend)
- non-progressive aspect: I live with my parents.
5. Time and tense
Die englischen Zeitformen und ihre Bedeutung; zB der Ausdruck der
Zukünftigkeit als Voraussage oder als Absicht (I'm not going to
tell you. Wait a moment. I'll help you (unpremeditated). Es ist
darauf zu achten, daß Zeitformen nur in typischen
Verwendungszusammenhängen geübt und verlangt werden. Für die
Festigung des Zeitengebrauches ist Kontextualisierung oder
zumindest einsichtige Kontextualisierbarkeit unerläßliche
Voraussetzung.
6. Relationen
Dazu zählen
- Verhältnis von Größe und Ausmaß (-er, -est; more -, most,
better, best; worse, worst; little, smaller, smallest)
- Zeitverhältnisse: Gleichzeitigkeit, Vorzeitigkeit,
Nachzeitigkeit (saw/knew/said . . . was - had been - would be)
in klar durchschaubaren, zwingenden Kontexten.
7. Ersatzformen
etwa
- Pronomina (I/me/myself), they/them/themselves
- (this) one, (several big) ones
- (I hope/think) so
- be able to, have to, allowed to zum Ausdruck von Möglichkeiten,
Verpflichtung und Erlaubnis in Fällen, in denen die
entsprechenden Modalverben keine Formen zur Verfügung haben.
8. Anzeige von Besitz oder Zugehörigkeit
- durch possessive determiners (my, their)
- durch -'s bzw. -s' (,,Genitive'')
- mittels ,,of''-Konstruktion.
9. Einige der häufigsten Präpositionalverbindungen
- in erster Linie solche, in denen die Präpositionen in ihrer
Grundbedeutung verwendet werden (in the water, on the table)
- daneben einige in idiomatischen Fügungen wie: in the morning, at
noon; at school, in class; at once; interested in, made of; look
at/for/after; wait for; a book about . . .
Mündliche und schriftliche Übungen und Überprüfungsformen
Im Bereich des Hörens:
- regelmäßig Übungen anhand sehr einfacher und kurzer Texte unter
Heranziehung verschiedener Tonträger, wobei das Einhören auf
,,native speakers'' besonders zu pflegen ist
- Lautunterscheidung und Sinnverstehen
- Beantworten einfacher Fragen zum Inhalt
- Ausführen von Anweisungen und Aufgaben (task listening)
- Nachsprechen mit Zielrichtung auf Lautunterscheidung und
Intonationsmuster.
Im Bereich des Sprechens:
- Artikulations- und Intonationsübungen sowie Übungen zur
Sprechflüssigkeit durch Nachsprechen und Variieren, vornehmlich in
ganzen Sätzen
- Wiedergabe auswendig gelernter Textstellen,
insbesondere Dialoge, die in lexikalischer,
syntaktischer und idiomatischer Hinsicht
ergiebig sind
- Auswendiglernen altersgemäßer Liedtexte
- Frage und Antwort, insbesondere in Rollenspiel und Partnerarbeit
- regelmäßig einfachste Gespräche, insbesondere zu inhaltlich und
wortschatzmäßig erarbeiteten Bereichen
- Neubildung von Sätzen, möglichst in situativer Einbettung
- Erzählen einfacher Geschichten unter Zuhilfenahme von Bildern
und/oder key-words bzw. ausgehend von Gehörtem und Gelesenem
- einfachste inhaltliche Umformungen durch Wechsel der Person(en) und
Darstellungsform. Nach mündlicher Erarbeitung gegebenenfalls
schriftliches Fixieren.
Im Bereich des Lesens:
- fallweise Übungen im lauten Lesen zur Schulung der Artikulation
und Intonation
- Übungen im stillen, sinnerfassenden Lesen mit anschließender
Auswertung.
Im Bereich des Schreibens:
- Niederschreiben von Auswendiggelerntem
- Diktate zur Förderung des Hörverstehens und/oder zur Festigung der
Rechtschreibung
- Gruppieren von Wörtern nach Aussprache und Schreibung (Gleichheit
und Konstrast)
- Einsetz- und Zuordnungsübungen
- Stellen und Beantworten von Fragen
- Abfassen kurzer Texte, ausgehend von Bildern und sprachlichen
Impulsen
- Wiedergabe von Gehörtem und Gelesenem
- einfachste inhaltliche Umformungen durch Wechsel der Person und der
Darstellungsform.
Regelmäßige mündliche und schriftliche Hausübungen
- zur Festigung von Kenntnissen und Fertigkeiten im Anschluß an die
Unterrichtsarbeit
- zur Anwendung von Kenntnissen und Fertigkeiten aus dem Unterricht
- zur Vorbereitung auf die Unterrichtsarbeit.
Schularbeiten bzw. kürzere schriftliche Leistungsfeststellungen
im Gesamtausmaß von 300 Minuten in möglichst gleichmäßiger Verteilung.
Dies ist ein Service der

Österreichischen Professoren Union