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Pflichtgegenstand Biologie und Umweltkunde
Allgemeiner Teil des Lehrplans
Bildungs- und Lehraufgabe: Förderung der Aufgeschlossenheit für biologische und ökologische Fragen und Entwicklung einer fundierten Grundhaltung als Entscheidungshilfe im Problembereich Gesellschaft und Umwelt. Entwicklung und Förderung spezieller Interessen der Schüler, auch im Hinblick auf spätere Berufsziele. Entwicklung eines vertieften Verständnisses wissenschaftlicher Fragestellungen und Arbeitsweisen der Biologie. Fähigkeit zum selbständigen Einsatz geeigneter Geräte und Instrumente. Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt. Lehrstoff: Lernziele: Es erfolgt keine Auflistung der Lernziele, sondern deren Zuordnung zu Themenkreisen, die auf dem Lehrplan des Pflichtgegenstandes aufbauen. Lerninhalte: Sie ergeben sich aus den Zielen und dem konkreten Angebot. In der Folge finden sich Vorschläge für Aktivitäten, verstanden als Erweiterung der Theorie (T), praktische Übungen (Ü), Lehrausgänge und Exkursionen (E). Planetarium; Sternwarte (E). Museumsbesuche (E). Auffinden von Mineralien, Gesteinen und Fossilien (E); Kennübungen (Ü). Schutt- und Schotteranalysen (E; Ü); Natursteine als Baustoffe zB bei Fassaden, Denkmälern, Grabsteinen (E). Besuch eines Juwelierbetriebes, einer Edelsteinschleiferei. Übungen im Lesen von geologischen Karten; Zeichnen eines einfachen geologischen Profiles nach einer geologischen Karte und Übungen mit dem Geologenkompaß (Ü; T). Besuch von Bergwerken und einschlägig verarbeitenden Industrien; Museums- und Ausstellungsbesuche (E). Entnahme und Untersuchung von Bodenproben (E; Ü): Profil, Struktur, Zusammensetzung, Wasserspeichervermögen, Kapillarität, Wasserdurchlässigkeit, pH-Wert, Bodenorganismen. Wasserhärteproben; Grundwasserreinigung, Planktonprobenuntersuchungen; Gewässerbegehung (Ü; E). Mikroskopische Untersuchungen (Ü); Elektronenmikroskop (E); Grundbegriffe der mikroskopischen Technik (T; Ü) (Färben, Präparieren, Einschließen, Zeichnen, Schneiden, Fixieren). Physiologische, morphologische, anatomische und histologische Untersuchungen. Versuche mit Nährlösungen. Düngungsversuche. Wasserkulturen. Versuche zur Transpiration und Guttation. Versuche zur Wasserleitung. Veraschung von Pflanzenteilen (Ü). Tropismen, Nastien, Taxien. Keimungsversuche. Wuchsstoffversuche. Stecklingsbewurzelung (Ü). Besuch eines Gewächshauses und von Versuchsanstalten. (E) Nachweis von Stärke, Zucker, Fetten, Proteinen. Versuche zur Photosynthese. Chromatographie der Pflanzenfarbstoffe (Ü). Kultur verschiedener Pilze (Hefe, Schimmel). Bakterienkulturen. Pilzerkrankungen bei Pflanzen (Ü; T). Gärungsversuche (Ü). Konservierungsmittel (T; Ü). Einschlägige Institutionen. (E) Vertiefende Betrachtung von Ökosystemen anhand verschiedener Beispiele. Vertiefende Betrachtung von ökologischen Regelkreisen (T; E; Ü). Sukzessionen (T; E; Ü). Vertiefende Beschäftigung mit Umweltproblemen. Deponien. Müllaufbereitung, Kläranlagen (E). Untersuchung von Gewässern verschiedener Güteklassen. Versuche zur Luftverschmutzung (Ü). Flechtenkartierung (Ü). Betriebe mit Umwelttechnologien (E). Mikroskopische Untersuchungen an Wurzelspitzen. Färben und Fixieren. Stecklingsvermehrung. Bestäubungsmechanismen. Veredelung (Ü). Zucht geeigneter Versuchstiere (Brutschrank, Raupenkasten, Drosophila, Mehlkäfer). Wachstumsversuche (Wurzel, Sproß). Sporenkeimung - Vorkeime (Ü). Vertiefende Betrachtung des Generationswechsels und Kernphasenwechsels im Pflanzenreich (T). Morphologische und anatomische Untersuchungen am geeigneten Material. Versuche zur Wärmeregulation, Atmung, Bewegung. Versuche zur Nervenphysiologie (Ü). Besuch von Instituten wie Blindeninstitut, Gehörloseninstitut (E). Versuche zur Enzymatik (Ü). Berechnung von Nähr- und Energiewerten (Ü). Besuch von Betrieben der Lebensmittelindustrie und Einrichtungen der Lebensmittelkontrolle (E). Blutuntersuchungen (Ü). Vertiefende vergleichende Betrachtung von Organsystemen auf entwicklungsgeschichtlicher Basis; Ableitung des natürlichen Systems (T). Vergleichende Betrachtungen an geeigneten Objekten, zB Mimes und Mimikry. Entwicklung von Regelkreisen (T; Ü). Vertiefung der Kenntnisse tierischer und menschlicher Verhaltensweisen. Beobachten, Protokollieren und Deuten verschiedener tierischer und menschlicher Verhaltensweisen (E; Ü). Besuch und Analyse verschiedener menschlicher Habitaten (E). Übungen zur sinnvollen Gestaltung von Habitaten zB der Wohnung, des Arbeitsplatzes. Besuch von ergometrischen Instituten (E). Drosophilazuchten (Ü). Kreuzungen von Aquarienfischen (Ü). Botanische Gärten, pflanzliche und tierische Zuchtanstalten (E). Aufstellen von Erbgängen; Chromosomenuntersuchungen (Ü). Vertiefte molekulargenetische Betrachtungen (T). Aufstellung von Verteilungskurven - Größenvergleiche (Ü). Populationsgenetische Berechnungen (Ü). Karyogramme, Karyotypien (Ü). Auswerten von Familienstammbäumen (Ü). Genetische Familienberatung (T; E). Vergleichende Betrachtung im Rahmen von Museumsbesuchen, Institutsbesuchen ua. (E, T). Vergleichend morphologische Untersuchungen und anatomische Untersuchungen (Ü). Evolutionsspiele. Studium der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen (T). Medikamenten- und Drogenwirkung (T). Krankheiten (T). Umweltgifte (T; Ü). Institutsbesuche (E). Einrichtungen der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und -pflege (E). Vertiefung in die Problematik von Krisengebieten (Hygiene, Ernährung, Vermehrung, Seuchen . . .; T; Ü). Fragen aus der Tagespresse; (zB Welternährungsprobleme, Recycling . . .; T; Ü). Vertiefung der Kenntnisse über Nutzpflanzen und Nutztiere (T; E; Ü). Didaktische Grundsätze: Durch Gruppenarbeit und selbständige Einzelarbeit soll eine Vertiefung und Erweiterung biologischen Wissens und Verständnisses erreicht werden. Dabei ist besonders Gewicht auf praktische Arbeit zu legen. Arbeitsmethoden: Mikroskopieren; Untersuchungen an unbelebten und belebten Objekten; Planung, Aufbau und Auswerten von Experimenten; Protokollieren von Beobachtungen und Versuchsergebnissen; Messungen und ihre Auswertung. Einführung in die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens wie Auswerten von Literatur, Einsatz von Medien und anderen Formen wissenschaftlicher Dokumentation. Anwendung und Auswertung verschiedener Formen wissenschaftlicher Kommunikation wie Vortrag, Diskussion, Exkursion. Die Schüler werden an die Probleme der Biologie und Umweltkunde besonders wirkungsvoll herangeführt, wenn sie gelernt haben, durch praktische Arbeiten selbständig Erfahrungen zu sammeln. Die Intensivierung des praktischen Arbeitens dient neben dem fundierten Erwerb von Wissen auch der Entfaltung des emotionalen und psychomotorischen Bereiches der menschlichen Persönlichkeit. So werden diejenigen Grundhaltungen entwickelt, die die Voraussetzungen für eine schrittweise Lösung wichtiger gesellschaftlicher Probleme sind. Modellhaft gewinnen die Schüler Einblicke in komplexe Systeme und Beziehungen. Die Ausformung der Persönlichkeitsstruktur wird durch die unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Naturobjekt und der Situation vor Ort wesentlich gefördert. Querverbindungen sind grundsätzlich ebenso wie Unterrichtsprojekte anzustreben; sie richten sich jeweils nach dem gewählten Themenbereich.
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