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Übersicht Unterstufe
Allgemeiner Teil des Lehrplans
Bildungs- und Lehraufgabe:
Der Deutschunterricht hat die Aufgabe, die Kommunikations- und
Handlungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler durch Lernen mit und
über Sprache zu fördern.
Im Besonderen sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden,
- mit Sprache Erfahrungen und Gedanken auszutauschen, Beziehungen
zu gestalten und Interessen wahrzunehmen;
- Sachinformationen aufzunehmen, zu bearbeiten und zu vermitteln
und sich mit Sachthemen auseinander zu setzen;
- Ausdrucksformen von Texten und Medien und deren Wirkung zu
verstehen sowie sprachliche Gestaltungsmittel kreativ
einzusetzen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Einblicke in Struktur und
Funktion von Sprache gewinnen. Der mündliche und schriftliche
Sprachgebrauch soll frei von groben Verstößen gegen die Sprach- und
Schreibrichtigkeit sein.
Der Deutschunterricht muss mit den anderen Unterrichtsgegenständen
verknüpft gesehen werden. Er soll die sprachlichen Mittel sichern
und erweitern, damit die Schülerinnen und Schüler sich über
Sachthemen, über Beziehungen und über Sprache angemessen
verständigen können.
Der Deutschunterricht muss Schülerinnen und Schüler, für die
Deutsch Zweit-(Dritt- oder Viert-)Sprache ist, im Anschluss an die
Lern- und Lebenserfahrungen ihrer sprachlichen und kulturellen
Sozialisation so fördern, dass damit eine grundlegende Voraussetzung
für deren schulische und gesellschaftliche Integration geschaffen
wird.
Die zuerst erworbene Sprache ist in hohem Maß Grundlage für den
Erwerb einer Zweitsprache. Daher soll die Muttersprache beim
Zweitspracherwerb nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Beitrag zu den Aufgabenbereichen der Schule:
Den Schülerinnen und Schülern sollen im Deutschunterricht Werte
und Lebenshaltungen mit Hilfe von Texten vermittelt werden. Dabei
soll die inhaltliche Auseinandersetzung mit Religion, Weltanschauung
und Tradition die Basis für ein sinnerfülltes, eigenverantwortliches
Leben schaffen und zur Achtung anderer Kulturen und Lebensweisen
führen.
Beiträge zu den Bildungsbereichen:
Sprache und Kommunikation:
Der Deutschunterricht soll beitragen, die Schülerinnen und Schüler
zu befähigen, ihre kognitiven, emotionalen und kreativen
Möglichkeiten zu nutzen und zu erweitern. Der kritische Umgang mit
und die konstruktive Nutzung von Medien ist eine wichtige Aufgabe.
Die sprachliche und kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft soll als
bereichernd erfahren werden.
Mensch und Gesellschaft:
Der Deutschunterricht soll Urteils- und Kritikfähigkeit,
Entscheidungs- und Handlungskompetenzen weiterentwickeln. Er soll
die Auseinandersetzung mit Werten im Hinblick auf ein ethisch
vertretbares Menschen- und Weltbild fördern.
Natur und Technik:
Der Deutschunterricht soll durch zunehmend präzise Verwendung von
Sprache dazu beitragen, Phänomene und Zusammenhänge zu benennen und
zu beschreiben.
Kreativität und Gestaltung:
Die Schülerinnen und Schüler sollen Gestaltungserfahrungen mit
Sprache machen und sinnliche Zugänge mit kognitiven Erkenntniswegen
verbinden.
Gesundheit und Bewegung:
Die Schülerinnen und Schüler sollen Sprech- und Atemtechnik üben.
Didaktische Grundsätze:
Die vielfältigen Aufgaben von Sprache (Sprache als Grundlage von
Beziehungen, als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen, als Gestaltungsmittel) legen für den Deutschunterricht
sinnvolle Handlungszusammenhänge nahe. Damit fordern sie zum
fächerverbindenden und fächerübergreifenden Arbeiten und zum Lernen
an Themen heraus, die für die Einzelnen sowie für die Gesellschaft
bedeutsam sind und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler mit
einbeziehen. Sprach- und Schreibnormen sollen in allen
Verwendungszusammenhängen angemessen berücksichtigt und behandelt
werden.
Die Lehrerinnen und Lehrer haben auf die Qualität der sprachlichen
Äußerungen zu achten. Der individuelle Lernfortschritt und das
Bemühen um die Optimierung von Arbeitsergebnissen sind zu beachten.
Sprechen verlangt von den Schülerinnen und Schülern, sich in
zunehmendem Maß auf die jeweilige Sprechsituation einzustellen und
dabei auch unterschiedliche Leistungen von Standardsprache und
Herkunftssprachen zu erfahren. In geeigneten Gesprächs- (Partner-,
Kleingruppen-, Klassengespräch ...) und Redeformen (spontanes,
vorbereitetes und textgebundenes Sprechen) sollen die Schülerinnen
und Schüler die Wirkungsweise verschiedener verbaler und nonverbaler
Ausdrucksmittel erleben.
Hilfen zum verständlichen Sprechen sollen angeboten werden. Auf
individuelle Sprechhemmungen ist Bedacht zu nehmen, auf die Stärkung
des Selbstwertgefühls der Schülerinnen und Schüler ist zu achten.
Einfache Methoden der Beobachtung und Aufzeichnung sollen helfen
das Gesprächsverhalten zu beschreiben und damit bewusst zu machen.
Gelegenheiten zum Sprechhandeln, auch in realen Situationen, sind
so oft wie möglich zu nützen.
Schreiben im Deutschunterricht muss zu wachsender Sicherheit und
zur Bereitschaft führen, unterschiedliche Schreibformen zu
gebrauchen. Das betrifft
- das handlungsbezogene Schreiben, das je nach der Situation
stärker auf das Thema, die Schreibabsicht oder die Erwartungen
der Leserinnen und Leser ausgerichtet sein kann,
- das Schreiben als Hilfsmittel zum Lernen,
- das Schreiben als Ausdruck des eigenen Wahrnehmens, Fühlens und
Denkens,
- das spielerische und das schöpferische Schreiben.
Das Verfassen von Texten ist als mehrschichtiger Prozess zu sehen,
der vom Schreibvorhaben bis zum fertigen Text reicht. Je nach der
Schreibentwicklung und den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler
sind geeignete Methoden und technische Hilfsmittel (zB Computer)
gezielt einzusetzen, um diesen Schreibprozess zu unterstützen. Durch
die regelmäßige Beschäftigung mit eigenen und fremden schriftlichen
Arbeiten sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, Texte
einzuschätzen, zu beurteilen und zu optimieren. Texte von
Schülerinnen und Schülern sollen in geeigneter Weise zugänglich
gemacht oder veröffentlicht werden.
Die beim Verfassen von Texten auftretenden Mängel in der
Beherrschung der Sprach- und Schreibrichtigkeit müssen zu
individuellen, bei Bedarf zu gemeinsamen Schwerpunkten der
Unterrichtsarbeit werden.
Das Lesen und Verstehen von Texten, die schriftlich oder durch
andere Medien vermittelt werden, soll einen Schwerpunkt des
Deutschunterrichts bilden. Bei der Auswahl sind der Leistungsstand,
insbesondere die Lesefertigkeit und -fähigkeit, und die Interessen
und Konsumgewohnheiten der Schülerinnen und Schüler zu bedenken.
Individualisierung und Differenzierung beim Angebot der Texte sind
daher notwendig.
Altersgemäße mediale und lokale kulturelle Angebote sind
einzubeziehen.
Durch regelmäßige, methodisch abwechslungsreiche Beschäftigung mit
Texten verschiedener Art sollen die Schülerinnen und Schüler zu
gründlichem Textverständnis und zu positiver Einstellung zum Lesen
gelangen.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibunterricht sind grundsätzlich in
die Handlungszusammenhänge des Deutschunterrichts einzubinden. Die
Auseinandersetzung mit Sprach- und Schreibnormen soll nicht
Selbstzweck sein und auch nicht auf vordergründiges Begriffswissen
abzielen.
Ausgangspunkte sollen vor allem Texte und komplexe Situationen
sein, bisweilen ist es aber auch zielführend, einzelne Teilbereiche
der Grammatik oder Rechtschreibung zunächst isoliert zu betrachten.
Über beide Zugänge sollen die Schülerinnen und Schüler Einblick in
Bau und Funktion der Sprache gewinnen: Durch die Beschäftigung mit
Text-, Satz- und Wortgrammatik sowie mit Lautung und Schreibung
sollen die Schülerinnen und Schüler ihr Sprachwissen erweitern.
Grammatische Inhalte und Begriffe müssen in dem Maß vermittelt
werden, wie es ein altersgemäßes Nachdenken und Sprechen über
Sprache erfordert. Sprach- und Schreibnormen werden als
gesellschaftlich bedeutende Faktoren der Sprachbeherrschung
betrachtet, ihre Veränderbarkeit soll aufgezeigt werden.
Spielerische und entdeckende Verfahren sollen als ein wesentlicher
Zugang zur Auseinandersetzung mit Sprache eingesetzt werden.
Grammatisches und orthographisches Wissen soll die Schülerinnen
und Schüler dazu befähigen, bewusst mit Sprache umzugehen, über
Sprache zu reden und eigene Texte selbstständig zu überarbeiten.
Dazu ist es zweckmäßig, Hilfsmittel in Buchform und elektronischer
Form, zB österreichische Wörterbücher, heranzuziehen.
Die Beschäftigung mit Sprach- und Schreibnormen soll nach
Gesichtspunkten der inneren Differenzierung erfolgen, die den
individuellen Besonderheiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler
weitgehend Rechnung zu tragen hat. Besondere Maßnahmen zur
Differenzierung sind vor allem notwendig, wenn der Deutschunterricht
Zweitsprache-Unterricht ist.
Differenzierung und Individualisierung erfolgt durch den
methodischen Zugang, nach Umfang und Komplexität der
Aufgabenstellung, nach dem Arbeitstempo der Schülerinnen und Schüler
sowie nach dem Anspruchsniveau, das mit der jeweiligen
Aufgabenstellung verbunden ist.
Der Zeitrahmen für Schularbeiten ist dem Abschnitt
"Leistungsfeststellung" des dritten Teils zu entnehmen. Die
Verwendung von Wörterbüchern bei Schularbeiten ist zu ermöglichen.
Besondere didaktische Grundsätze, wenn Deutsch Zweitsprache ist:
Diese Grundsätze gelten als Leitlinien für den regulären
Deutschunterricht sowie für den Förderunterricht für Schülerinnen
und Schüler mit einer anderen Muttersprache als Deutsch.
Bei der Einschätzung der individuellen Lernfähigkeit von
Schülerinnen und Schülern mit einer anderen Muttersprache ist immer
ein Missverhältnis zwischen vorhandenen Möglichkeiten und
tatsächlicher Ausdrucksfähigkeit zu berücksichtigen. Als Zugang zu
kommunikativen Realsituationen sowie als Möglichkeit einer
kontinuierlichen Reflexion und behutsamen Fehlerkorrektur kommt der
Hereinnahme von ungesteuertem Spracherwerb in den Unterricht große
Bedeutung zu.
Im Unterricht sind die rezeptiven Fertigkeiten (Hörverstehen und
Leseverstehen) vor den entsprechenden produktiven Fertigkeiten
(Sprechen und Schreiben) zu vermitteln, dh. das Hörverstehen vor dem
Sprechen und das Leseverstehen vor dem Schreiben.
Hörverstehen
Das Hörverstehen stellt im Zweitsprachenunterricht eine
wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Kommunikation dar.
Hörübungen sollen das Verstehen anbahnen und schulen: das
Globalverständnis (die allgemeine Sinnerfassung) und das
Detailverständnis (das Erfassen bestimmter Einzelheiten). Hören soll
dabei kein passiver Vorgang sein, sondern eingebunden werden in
kommunikative Situationen, die es den Schülerinnen und Schülern
ermöglichen, verbal oder nonverbal zu reagieren.
Die Entwicklung des rezeptiven Wortschatzes soll vor allem durch
sinnerfassendes Hören (und Lesen) erfolgen.
Hörverstehensübungen müssen auch für die Laut- und
Ausspracheschulung eingesetzt werden. Übungen dieser Art sollen ihr
Textmaterial größeren Sinnzusammenhängen entnehmen.
Sprechen
Die Schulung der mündlichen Ausdrucksfähigkeit (einschließlich der
richtigen Aussprache und Intonation) soll einen Schwerpunkt im
Unterricht von Deutsch als Zweitsprache bilden.
Der Spracherwerb ist dabei als Prozess zu verstehen, in dessen
Verlauf die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, sprachliche
Mittel selbstständig einzusetzen und bestimmte Sprachnormen
einzuhalten.
Aussprache und Intonation sollen der deutschen Standardsprache
möglichst nahe kommen. Neben der Lautsicherheit ist ein in Rhythmus,
Melodieführung und Sprechtempo möglichst natürlicher Sprechton
anzustreben. Auf den engen Zusammenhang mit dem Hörverstehen ist zu
achten.
Lesen und Leseverstehen
Beim Zweitspracherwerb kommen dem Lesen folgende Aufgaben zu:
- Das laute Lesen soll die Entsprechung von Schriftsymbolen und
den dazu gehörigen Lauten automatisieren, Aussprache, Intonation
und Sprachrhythmus sowie die Lesefertigkeit festigen.
- Das stille Lesen soll der Sinnerfassung von Texten (mit
unbekannten Elementen) und der Wortschatzerweiterung dienen.
Das selbstständige Lesen als Mittel zum eigenständigen
Spracherwerb ist besonders zu fördern.
Schreiben
Das Schreiben hat im Unterricht Deutsch als Zweitsprache zunächst
nur lernunterstützende Funktion. Es ist erst allmählich zu einer
eigenständigen Fertigkeit zu entwickeln und muss zu wachsender
Sicherheit führen und die Bereitschaft wecken, unterschiedliche
Schreibformen reproduktiv und produktiv zu gebrauchen.
Rechtschreiben
Von Anfang an sollte danach getrachtet werden, dass der Prozess
des Schreibens aktiv vollzogen wird, dh. er sollte vom Sensorischen
zum Kognitiven und zum Motorischen führen
(Hinschauen/Hören/Merken/Aufschreiben).
Spezifische Schwierigkeiten beim Erwerb der deutschen
Rechtschreibung ergeben sich vor allem aus Unterschieden zu den
Muttersprachen der Schüler und Schülerinnen, besonders bei:
- Laut-Buchstaben-Entsprechungen,
- Abgrenzung von Wörtern,
- Wortzusammensetzungen,
- Groß- und Kleinschreibung,
- Satzzeichen.
Kontrastive Vergleiche (Muttersprache und Deutsch) können
Problembereiche deutlich machen und Fehlschreibungen verhindern.
Auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und
Schüler und auf Schwierigkeiten, die sich aus den Unterschieden zu
ihrer jeweiligen Muttersprache ergeben, ist durch geeignete
Individualisierungsmaßnahmen einzugehen.
Für die Arbeit mit österreichischen und zweisprachigen
Wörterbüchern sollen Nachschlagetechniken erlernt werden.
Grundkenntnisse aus der Sprachbetrachtung unterstützen das
Verständnis für die Rechtschreibung und sollen daher im
Rechtschreibunterricht angewendet werden.
Sprachbetrachtung
Grundsätzlich ist zwischen Erkennungsgrammatik für den
muttersprachlichen Unterricht und Erzeugungsgrammatik für den Zweit-
und/oder Fremdsprachunterricht zu unterscheiden:
Erlernt man eine Sprache als Zweitsprache, bedient man sich der
Erzeugungsgrammatik, die das bestehende Regelsystem einer Sprache
als gegeben annimmt. Dafür bieten Satzmuster oder nach
kommunikativem Bedarf erworbene Teile der Formenlehre rasch die
Möglichkeit, mit relativ einfachen Strukturen sprachrichtig zu
kommunizieren.
Erst nach Erarbeitung, Reflexion und Einsicht in die Funktion
grammatischer Phänomene können diese im Bedarfsfall auch benannt
werden. Dabei ist zu bedenken, dass viele Funktionen grammatischer
Phänomene des Deutschen in den verschiedenen Muttersprachen der
betroffenen Schülerinnen und Schüler oft keine direkte Entsprechung
haben (zB die Funktion des Artikels).
Bei der Einschätzung der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der
Schülerinnen und Schüler ist zu berücksichtigen, dass diese nur
einen kleinen Ausschnitt ihrer tatsächlichen Erfahrungs- und
Erlebniswelt in der für sie fremden Sprache wiedergeben können.
Schularbeiten sind so zu erstellen, dass sie dem individuellen
Sprachstand der Schülerinnen und Schüler entsprechen. Die Verwendung
von zweisprachigen Wörterbüchern ist zu ermöglichen.
Lehrstoff:
Kernbereich:
1. Klasse:
Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen: Erlebnisse,
Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht
mitteilen.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln
ermöglichen: Einfache Mittel kennen lernen und anwenden um Gespräche
partner- und situationsgerecht zu führen. Vertraute Gesprächsformen
anwenden und neue kennen lernen. In vielfältigen Situationen und
unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich
sprechen. Texte verfassen um persönliche Beziehungen auszudrücken;
entsprechende Formen der Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Interessen wahrnehmen: Eigene Absichten und Absichten anderer
wahrnehmen und mit eigenen Worten ausdrücken. Anliegen mündlich und
schriftlich vorbringen; dafür einfache sprachliche Mittel sichern.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen: Personen befragen; Auskünfte
einholen. Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut werden;
Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur Erarbeitung
von Themen nützen.
Informationen aufnehmen und verstehen: Die Fähigkeit zum
sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle
Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden. Aus Gehörtem und Gesehenem Informationen
entnehmen.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich
und mündlich vermitteln: Aus Gehörtem, Gesehenem und Gelesenem
Wesentliches wiedergeben.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen: Zu einfachen Sachverhalten
und Äußerungen mündlich und schriftlich Stellung nehmen lernen.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, im Besonderen
aus der Kinder- und Jugendliteratur. Einfache Gestaltungsmittel
erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen: Einfache
Möglichkeiten kennen lernen, wie in Medien Themen und Inhalte
gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes
Erproben). Deren Wirkung auf sich und andere wahrnehmen und
beschreiben.
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen: Schriftlich
und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte
bewusst zu gestalten. Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern,
Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und
erproben.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
siehe Abschnitt 1. bis 4. Klasse
2. Klasse:
Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen: Erlebnisse,
Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht
mitteilen.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln
ermöglichen: Die schon bekannten Mittel der Gesprächsführung
ausbauen und erweitern. Gesprächsformen mit zunehmender Sicherheit
anwenden. In vielfältigen Situationen und unter verschiedenen
Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen. Texte verfassen
um persönliche Beziehungen auszudrücken; entsprechende Formen der
Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Interessen wahrnehmen: Verschiedene Absichten beschreiben und
vergleichen lernen. Anliegen mündlich und schriftlich vorbringen;
weitere sprachliche Mittel kennen lernen und erproben.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen: Personen zu verschiedenen
Themenbereichen befragen; Fragen vorbereiten und zielführend
stellen. Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut werden; Bibliotheken,
Medien bzw. andere Informationssysteme zur Erarbeitung von Themen
nützen.
Informationen aufnehmen und verstehen: Die Fähigkeit zum
sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle
Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden. Aus Gehörtem und Gesehenem Informationen
entnehmen und Notizen anlegen.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich
und mündlich vermitteln: Das Wesentliche von Gehörtem, Gesehenem und
Gelesenem anhand von Notizen ordnen und mündlich oder schriftlich
wiedergeben.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen: Zu einfachen Sachverhalten
und Äußerungen mündlich und schriftlich Stellung nehmen. Eigene
Überlegungen äußern und begründen.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Persönliche Zugänge zu literarischen Texten finden, im Besonderen
aus der Kinder- und Jugendliteratur. Einfache Gestaltungsmittel
erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen: Einfache
Möglichkeiten kennen lernen, wie in Medien Themen und Inhalte
gezielt aufbereitet und gestaltet werden (auch durch eigenes
Erproben). Deren Wirkung auf sich und andere wahrnehmen und
beschreiben.
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen: Schriftlich
und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte
bewusst zu gestalten. Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern,
Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und
erproben.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
siehe Abschnitt 1. bis 4. Klasse
3. Klasse:
Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen: Erlebnisse,
Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht
mitteilen.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln
ermöglichen: Den Gesprächsverlauf bewusst wahrnehmen und zunehmend
eigenständig auf Partner/innen und Situationen eingehen. In
verschiedenen Gesprächsformen den Gesprächsverlauf beobachten und
beschreiben um ihn beeinflussen zu können. In vielfältigen
Situationen und unter verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und
verständlich sprechen. Texte verfassen um persönliche Beziehungen
auszudrücken; entsprechende Formen der Übermittlung kennen lernen
und einsetzen.
Interessen wahrnehmen: Verschiedene, auch einander widersprechende
Absichten beschreiben; Stellung beziehen. Anliegen sprachlich
differenziert vorbringen; formale und mediale Möglichkeiten nützen.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen: Informationen von Personen
gezielt einholen; entsprechende sprachliche und technische Mittel
kennen lernen und erproben. Mit Ordnungs- und Suchhilfen vertraut
werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere Informationssysteme zur
Erarbeitung von Themen nützen.
Informationen aufnehmen und verstehen: Die Fähigkeit zum
sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle
Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden. Aus Gehörtem und Gesehenem Informationen
entnehmen und gezielt Merkhilfen einsetzen.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich
und mündlich vermitteln: Das Wesentliche von Gehörtem, Gesehenem und
Gelesenem mündlich und schriftlich auch unter Verwendung von Merk-
und Veranschaulichungshilfen wiedergeben.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen: Zu Sachverhalten (auch aus
Texten) und Äußerungen Argumente sammeln, ordnen und zu einfachen
mündlichen und schriftlichen Stellungnahmen zusammenfassen.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Literarische Texte mit höherem Anspruchsniveau im Hinblick auf
Thema, Form und Umfang erleben und verstehen, im Besonderen aus der
Jugendliteratur. Grundlegende Einblicke in Entstehungs- und
Wirkungszusammenhänge von Texten gewinnen. Gestaltungsmittel
erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen: Verstehen,
wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet
werden (auch durch eigenes Erproben).
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen: Schriftlich
und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte
bewusst zu gestalten. Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern,
Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und
erproben.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
siehe Abschnitt 1. bis 4. Klasse
4. Klasse:
Sprache als Grundlage von Beziehungen
Erlebnisse, Erfahrungen, Gedanken austauschen: Erlebnisse,
Erfahrungen und Gedanken mündlich und schriftlich partnergerecht
mitteilen.
Beziehungen aufnehmen, ausbauen und gemeinsames Handeln
ermöglichen: Eigenes Gesprächsverhalten in seiner Wirkung abschätzen
und situations- und partnergerecht einsetzen können. Sich in
verschiedenen Gesprächsformen - versuchsweise auch leitend -
angemessen verhalten. In vielfältigen Situationen und unter
verschiedenen Bedingungen ausdrucksvoll und verständlich sprechen.
Texte verfassen um persönliche Beziehungen auszudrücken;
entsprechende Formen der Übermittlung kennen lernen und einsetzen.
Interessen wahrnehmen: Verschiedene, auch versteckte Absichten
erkennen und zuordnen; entsprechend reagieren. Anliegen sprachlich
differenziert vorbringen; auch mit Anforderungen im öffentlichen und
institutionellen Bereich vertraut werden.
Sprache als Trägerin von Sachinformationen aus verschiedenen
Bereichen
Informationsquellen erschließen: Informationen von Personen
gezielt einholen (auch in Form von Interviews); entsprechende
sprachliche und technische Mittel einsetzen. Mit Ordnungs- und
Suchhilfen vertraut werden; Bibliotheken, Medien bzw. andere
Informationssysteme zur Erarbeitung von Themen nützen.
Informationen aufnehmen und verstehen: Die Fähigkeit zum
sinnerfassenden Lesen weiterentwickeln und das individuelle
Lesetempo steigern; Lesetechniken zur Informationsentnahme kennen
lernen und anwenden. Aus Gehörtem und Gesehenem - auch größeren
Umfangs - Informationen entnehmen und gezielt Merkhilfen einsetzen.
Informationen für bestimmte Zwecke bearbeiten sowie schriftlich
und mündlich vermitteln: Das Wesentliche aus Gehörtem, Gesehenem und
Gelesenem wirkungsvoll und anschaulich mündlich und schriftlich
präsentieren und erklären.
Sich mit Sachthemen auseinander setzen: Zu Sachverhalten und
Äußerungen (auch aus Texten) Argumente sammeln, ordnen und zu
ausführlicheren mündlichen und schriftlichen Stellungnahmen
zusammenfassen. Standpunkte anderer in zunehmendem Maß
berücksichtigen.
Sprache als Gestaltungsmittel
Literarische Textformen und Ausdrucksmittel kennen lernen:
Literarische Texte mit höherem Anspruchsniveau im Hinblick auf
Thema, Form und Umfang erleben und verstehen, im Besonderen aus der
Jugendliteratur. Grundlegende Einblicke in Entstehungs- und
Wirkungszusammenhänge von Texten gewinnen. Gestaltungsmittel
erkennen und als Anregung für eigene Texte nützen.
Ausdrucksformen in verschiedenen Medien kennen lernen: Verstehen,
wie in Medien Themen und Inhalte gezielt aufbereitet und gestaltet
werden (auch durch eigenes Erproben).
Kreative sprachliche Gestaltungsmittel kennen lernen: Schriftlich
und mündlich erzählen; erzählerische Mittel einsetzen um Texte
bewusst zu gestalten. Durch kreativen Umgang mit Lauten, Wörtern,
Sätzen oder Texten Möglichkeiten sprachlicher Gestaltung erleben und
erproben.
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
siehe Abschnitt 1. bis 4. Klasse
1. bis 4. Klasse:
Sprachbetrachtung und Rechtschreibung
(bezieht sich auf die jeweils genannten Aufgabenbereiche):
Sprachliche Erscheinungsformen betrachten und anwenden
Wissen über Sprache erwerben und anwenden, wie es für einen
möglichst fehlerfreien Sprachgebrauch notwendig ist. Einblicke in
Struktur und Funktion von Sprache gewinnen, und zwar aus den
Bereichen der Pragmatik, der Semantik und der Text-, Satz- und
Wortgrammatik. Maßgebend für die Auswahl sind der Entwicklungsstand,
die Leistungsfähigkeit und der sprachliche Erfahrungsbereich der
Schülerinnen und Schüler.
Rechtschreiben
Den Gebrauchswortschatz entsprechend dem jeweiligen Thema stetig
erweitern und orthographisch sichern. Die Regelhaftigkeit von
Sprachformen und Schreibung in zunehmendem Maße erkennen und
verstehen. Neben anderen Hilfen Wortbedeutungen und Wortbildung zum
Erschließen der richtigen Schreibung nützen lernen. Individuelle
Rechtschreibschwächen herausfinden und durch regelmäßige Übungen
abbauen. Hilfsmittel (Wörterbücher, elektronische Programme ua.)
benützen lernen und regelmäßig verwenden.
Erweiterungsbereich:
Die Inhalte des Erweiterungsbereichs werden unter Berücksichtigung
der Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Didaktischen Grundsätze
festgelegt (siehe den Abschnitt "Kern- und Erweiterungsbereich" im
dritten Teil).
Dies ist ein Service der

Österreichischen Professoren Union