Startseite Lehrplan
 Übersicht Unterstufe

Geometrisches Zeichnen

 Allgemeiner Teil des Lehrplans


Bildungs- und Lehraufgabe:

  - Richtige Handhabung und Wartung fachspezifischer Werkzeuge,
    jeweils in Abstimmung mit der Aufgabenstellung;
  - Informationsgewinn durch geeignete Ausfertigung graphischer
    Arbeiten;
  - Erkennen von Strukturen und Eigenschaften geometrischer Objekte;
  - Erkennen geometrischer Grundfiguren in größeren Zusammenhängen;
  - Entwickeln von Objekten durch Transformieren und Modellieren;
  - Anwenden geometrischer Grundkenntnisse auf
    naturwissenschaftliche und technische Problemstellungen;
  - Erkennen und Verwenden der Geometrie als Sprache; Einsetzen von
    Handskizzen als Hilfsmittel bei der Entwurfsarbeit, aber auch
    als selbstständige Darstellungsform;
  - Anwendung geeigneter Abbildungsverfahren;
  - Interpretation und Weiterentwicklung geometrischer
    Darstellungen;
  - Anwendung geeigneter Unterrichtssoftware (2D-Systeme,
    3D-Systeme).

Beitrag zu den Aufgabenbereichen der Schule:

  Der Unterricht in Geometrischem Zeichnen verknüpft die Vorstellung
von den Erscheinungen der Welt in uns und das Verständnis für Raum
und Figur. Diese Grunderfahrungen tragen zur Erkenntnis bei, dass
Phänomene existieren, die unabhängig von der augenblicklichen
Befindlichkeit des Menschen sind. Die oder der Einzelne gewinnt
Gestaltungsfreiheit und kann sein technisches Grundwissen in den
Dienst der Gemeinschaft stellen.

Beiträge zu den Bildungsbereichen:

Sprache und Kommunikation:

  Sprache als Kommunikationsmittel für das Beschreiben und Erklären
geometrischer Objekte und Vorgänge, die Zeichnung als Sprache der
Technik, Präzision im sprachlichen Ausdruck; Zeichnungen als Mittel
der interkulturellen Verständigung.

Mensch und Gesellschaft:

  Vorbereitung auf die Berufswelt (zB zweckentsprechender Einsatz
von Werkzeugen), die Vorteile von Gründlichkeit und Ordnung
erkennen.

Natur und Technik:

  Erfassen, Strukturieren, Modellieren geometrischer Objekte,
Erfassen und Diskutieren von Bewegungsvorgängen und Transformationen
im Raum, Raumvorstellungs- und Intelligenztraining.

Kreativität und Gestaltung:

  Individuelles Gestalten von geometrischen Objekten und Modellen,
kreatives Lösen von geometrischen Problemstellungen, einen
angemessenen Anspruch an Sauberkeit und Genauigkeit graphischer
Ausfertigung entwickeln; Endausfertigung von Zeichnungen nach
ästhetischen Gesichtspunkten.

Gesundheit und Bewegung:

  Entwicklung der Feinmotorik.

Didaktische Grundsätze:

  Der Unterricht soll auf die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und
Schüler ausgerichtet sein; dh. der rezeptive Anteil ist auf die
Vermittlung grundsätzlicher Überlegungen und einführende
Unterrichtssequenzen zu beschränken.

  Abgesehen von ausdrücklich streng gefassten Arbeitsaufträgen soll
solchen Aufgaben, die die Kreativität und selbstständige
Gestaltungskraft der Schülerinnen und Schüler anregen, der Vorzug
gegeben werden.

  Die Freihandskizze ist als ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der
Entwurfsarbeit, aber auch als selbstständige Darstellungsform
einzusetzen.

  Beim Einsatz von CAD-Systemen ist auf die Verfügbarkeit geeigneter
Arbeitsmittel zur Einzel- oder Partnerarbeit hinzuwirken. Dabei ist
auf die sachgerechte und intelligente Nutzung zu achten.

  Die Konstruktion auf dem Zeichenblatt soll durch Modelle und
andere Hilfsmittel, die der Entwicklung der Raumanschauung dienen
bzw. die geometrischen Hintergründe deutlich machen, begleitet
werden.

  Bei der Behandlung von Raumobjekten sollen Aussagen über
geometrische Inhalte und Beziehungen vorwiegend aus der jeweiligen
Raumsituation entwickelt werden.

  Bei der Abbildung von Raumobjekten soll stets exakt zwischen einer
Betrachtung der Raumsituation und einer Beschreibung des Bildes
unterschieden werden.

  Es ist größter Wert auf Genauigkeit und Sauberkeit zu legen. Der
graphischen Gestaltung der Arbeiten kommt - abgestimmt auf die
jeweils verwendete Ausfertigungstechnik - besondere Bedeutung zu.
Auf Anwendung der Fachsprache ist zu achten.

  Die Schülerinnen und Schüler sind zu einer geeigneten Form der
Dokumentation der Unterrichtsarbeit anzuhalten.

Lehrstoff:

Kernbereich:

Ebene Geometrie:

  Kennenlernen und Anwenden von geometrischen Grundelementen und
  Grundstrukturen.

  Eigenständiges Gestalten von Ornamenten und Mustern. Spielerisches
  Experimentieren.

  Anwendung von 2D-Systemen.

Axonometrische Darstellungen ebenflächig begrenzter geometrischer
Körper:

  Kartesisches Koordinatensystem.

  Spezielle axonometrische Darstellungen; Sichtbarkeitsüberlegungen.
  Ebene Schnitte, einfache Verschneidungen.

  Einführung in ein geeignetes 3D-System.

  Modellierungsvorgänge; Beispiele aus Alltag, Architektur, Technik.

  Erkennen räumlicher Zusammenhänge.

Hauptrisse:

  Grund-, Auf- und Kreuzriss: Herstellen und rekonstruierendes Lesen
  solcher Risse.

Mehrbilderverfahren:

  Seitenrisse als Darstellungsmittel und Konstruktionshilfe: wahre
Länge; wahre Gestalt.

  Werkzeichnungen; Bemaßung; Maßstab.

Perspektive:

  Grundeigenschaften und ihre Anwendung auf einfache Darstellungen.

Ellipse:

  Anschauliche Erzeugung; Eigenschaften; Anwendungen.

Krumme Flächen:

  Beispiele, Darstellungsskizzen; Betrachtung und Darstellung:
Drehzylinder, Drehkegel, Kugel.

  Modellierungsvorgänge; Annäherung im Rahmen geeigneter 3D-Systeme.

Erweiterungsbereich:

  Die Inhalte des Erweiterungsbereichs werden unter Berücksichtigung
der Bildungs- und Lehraufgabe sowie der Didaktischen Grundsätze
festgelegt (siehe den Abschnitt "Kern- und Erweiterungsbereich" im
dritten Teil).

 Seitenanfang

Dies ist ein Service der
ÖPU - worauf Sie sich verlassen können
Österreichischen Professoren Union